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Große Hilfe bei Personensuche

Quelle: Aus Nordwest-Zeitung,Ammerland, vom 22. Januar 2016

Feuerwehr Hahn finanziert neues Gerät komplett aus Spenden

Von Frank Jacob


Wertvolle Hilfe: Eike Stahmer (links) und Thorsten Menke präsentieren die neue Wärmebildkamera. Bild: Frank Jacob

Bei einer Messe verschafften sich die Feuerwehrleute einen Überblick. Namhafte Hersteller wurden dann zur Präsentation eingeladen.

Hahn-Lehmden Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig, für die Freiwillige Feuerwehr Hahn ist das Gerät „Gold wert“, sagt der stellvertretende Ortsbrandmeister Eike Stahmer. Er spricht über die neue Wärmebildkamera, über die die Einheit seit Kurzem verfügt und die „komplett über Spenden finanziert“ wurde, freut sich Ortsbrandmeister Thorsten Menke. Rund 9200 Euro kostete die Kamera, das Geld sammelte die Feuerwehr bei ihrem 95. Geburtstag im Mai 2015.

„Auf der Fachmesse Interschutz in Hannover haben wir uns im Juni des vergangenen Jahres einen ersten Überblick über die verschiedenen Modelle verschafft“, erläutert Menke. Alle namhaften Hersteller seien daraufhin nach Hahn eingeladen worden, um ihr jeweiliges Gerät zu präsentieren.

„Wir haben darauf geachtet, dass die Wärmebildkamera über eine hohe Auflösung und eine lange Akkulaufzeit verfügt und dass sie möglichst einfach zu handhaben ist“, sagt der Ortsbrandmeister. Außerdem sollte das Gerät die Anforderungen an den Explosionsschutz erfüllen.

„Wir haben in unserem Löschbezirk verschiedene Firmen, die besondere explosionsgeschützte Bereiche haben“, erklärt Menke und fügt an: „Da dürfen wir nicht mal mit unseren normalen Funkgeräten oder Taschenlampen rein.“ Um in diesen Abschnitten die Wärmebildkamera im Ernstfall einsetzen zu können, musste auch sie den höheren Anforderungen genügen. Die Wahl fiel letztlich auf ein Gerät der amerikanischen Firma Scott Safety, sagt Eike Stahmer, der jüngst zum Brandmeister befördert wurde.

Bislang verfügte in der Gemeinde Rastede nur die Freiwillige Feuerwehr Rastede über eine Wärmebildkamera, die bei Einsätzen angefordert werden musste. „Dass wir jetzt ein eigenes Gerät besitzen, erleichtert unsere Arbeit“, sagt Menke mit Blick auf das vielfältige Einsatzspektrum.

Bei Autounfällen lasse sich beispielsweise schnell feststellen, ob neben dem Fahrer noch weitere Personen im Auto saßen, wenn man die Wärmebildkamera auf die übrigen Sitze des Fahrzeugs ausrichtet. Und bei Bränden in großen Hallen oder Wohnhäusern, in denen die Sicht aufgrund dichten Qualms gleich Null ist, leistet ein solches Gerät wertvolle Dienste bei der Personensuche. „Bisher haben wir die Kamera aber noch nicht einsetzen müssen“, sagt der Ortsbrandmeister.

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