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Brand entpuppt sich als Übung

Quelle: Aus Nordwest-Zeitung, Ammerland, vom 13. Februar 2016

Brötje-Heizung stellt Halle zur Verfügung – 110 Einsatzkräfte vor Ort

Von Frank Jacob


Aufgebrochen: Um in diesen Raum zu gelangen, aus dem zwei Personen gerettet werden mussten, mussten die mit Atemschutzgeräten ausgerüsteten Einsatzkräfte erst einmal eine versperrte Tür überwinden. Bild: Frank Jacob

Die alte Lagerhalle wird in Kürze abgerissen. Daher konnte die Feuerwehr auch schweres Gerät einsetzen.

Rastede Eigentlich sollte es ganz anders laufen: Um 18.07 Uhr sollten am Freitagabend die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Rastede alarmiert werden, um zu einer großen Einsatzübung bei der Firma Brötje-Heizung auszurücken.

Doch es sollte anders kommen. Als am Nachmittag Michael Sprenger, stellvertretender Zugführer der Einheit Rastede und Mitarbeiter bei Brötje, mit einigen anderen Eingeweihten die große Halle vernebelte, in der früher Radiatoren hergestellt wurden, trat der Dunst durch das Dach aus.

Ein Anwohner bemerkte den Rauch und rief die Polizei. Die gab um 17.27 Uhr über die Großleitstelle die Alarmierung „verdächtiger Rauch“ heraus – und dann ging alles ganz schnell. Rastedes Ortsbrandmeister Christian Ammermann sagte später: „Es ist doch gut, dass wir aufmerksame Anwohner haben.“ Es hätte schließlich auch ein Ernstfall sein können.

Neben der Freiwilligen Feuerwehr Rastede rückten nach und nach die Einheiten Hahn, Ipwege-Wahnbek, Loy-Barghorn, Südbäke und Neusüdende aus. Am Ende beteiligten sich rund 110 Einsatzkräfte mit 17 Fahrzeugen an der Übung.

„Angenommen wurde ein Lagerhallenbrand“, sagte Michael Sprenger vor Ort. Das Übungsszenario wurde später um acht vermisste Personen erweitert, die teilweise eingeklemmt waren. Brötje-Mitarbeiter und andere stellten sich zur Verfügung und mussten von den mit Atemschutz ausgerüsteten Feuerwehrleuten aus der Halle geholt werden. Gleichzeitig sollten Einsatzkräfte ein Übergreifen des „Feuers“ auf benachbarte Hallen verhindern.

„Im Vordergrund der Übung standen der Aufbau der Wasserversorgung und der Einsatz unter schwerem Atemschutz“, sagte Sprenger, der die Übung in den vergangenen beiden Wochen ausgearbeitet hatte. Vorteil für die Feuerwehren: Die Lagerhalle wird in Kürze abgerissen (NWZ  berichtete). „Daher durften wir dort auch untypischerweise schweres Gerät einsetzen“, sagte Sprenger. So konnten die Einsatzkräfte zum Beispiel Türen aufbrechen.

Üben sollten die Einsatzkräfte ferner die Arbeit mit mehreren Funkkreisen. „Die digitale Technik bietet diese Möglichkeit“, sagte Gemeindebrandmeister Erwin zum Buttel. Einen Eindruck vor Ort verschaffte sich der Vorsitzende des Feuerschutzausschusses, Rainer Zörgiebel.


Geschafft: Eine der vermissten Personen konnte auf einer Palette nach draußen getragen werden. Bild: Frank Jacob
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