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Zwei Großeinsätze gleichzeitig gemeistert

Quelle: Aus Nordwest-Zeitung, Ammerland, vom 11. April 2016

Von Erhard Drobinski


Zahlreiche Personen mussten von den Feuerwehrkameraden auch beim simulierten Brand aus der Jugendforensik gerettet werden. Besondere Schwierigkeiten bereiteten den Helfern dabei die „Schleusen“ an den Ausgängen. Bild: Erhard Drobinski

Feuer in der neuen Jugendforensik: So sah das Szenario aus, das Feuerwehren und Deutsches Rotes Kreuz bewältigen mussten. Doch noch ein zweites Unglück rief die Rettungskräfte auf den Plan.

Wehnen Die Jugendforensik und ein Parkplatz auf dem Gelände der Karl-Jaspers-Klinik in Wehnen wurden am Sonnabendnachmittag zum Schauplatz einer Gemeindefeuerwehrübung. Alle Einheiten der Gemeinde Bad Zwischenahn nahmen teil und waren mit rund 120 Feuerwehrkameraden vor Ort.

In der neuen Jugendforensik – so das Szenario – war ein Feuer ausgebrochen. Gut 15 Personen waren eingeschlossen und mussten gerettet werden. Gleichzeitig war auf einem Parkplatz auf dem Gelände der Klinik ein Reisebus umgestürzt, in dem 25 Fahrgäste saßen. Um die vielen Verletzten auch versorgen zu können, war das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Ammerland mit einem Großaufgebot ebenfalls vor Ort.

Gemeindebrandmeister (GBM) Heino Brüntjen war besonders froh darüber, im Gebäude der Jugendforensik üben zu können. „Wenn im kommenden Monat das Gebäude eröffnet wird, haben wir dazu keine Möglichkeit mehr.“ Besondere Schwierigkeiten bereiteten den Helfern die Schleusen bei den Ausgängen. Um in die Flure und Räume des Hauses zu gelangen, muss man durch einen Zwischenraum. Die Tür ließ sich jedoch nur dann öffnen, wenn eine zweite geschlossen ist. Das behinderte gerade den Transport von Verletzten. Deshalb wurde eine nahe Turnhalle zum Behandlungszentrum.

Auch beim umgestürzten Bus mussten die Feuerwehrkameraden ihr Improvisationstalent beweisen. Zwar wurden die Fensterscheiben sowohl vorne als auch hinten ausgebaut, um so einen Zugang in das Businnere zu erhalten, doch es war auch vonnöten, für die Rettung der Menschen ein Loch ins Busdach zu sägen. Nach gut einer Stunde war die Rettung der 25 Passagiere abgeschlossen.

Mit dem Verlauf zeigten sich Gemeindebrandmeister Heino Brüntjen und Zwischenahns Bürgermeister Dr. Arno Schilling sehr zufrieden. „Es ist immer wieder eindrucksvoll, die gesamte Feuerwehr zu sehen. Es ist beruhigend zu wissen, dass die Gemeinde über die entsprechenden Einsatzkräfte verfügt, die sich auch solchen Aufgaben stellen können“, so Dr. Schilling.

Nach Ansicht von GBM Brüntjen haben die Feuerwehrkameraden in Zusammenarbeit mit dem DRK die Notfälle sehr gut gelöst. Der Zeitrahmen passte dabei auch. Bevor eine erste Analyse zum Ablauf der Gemeindeübung stattfand, konnten alle Feuerwehrkameraden aus den Einheiten Ofen, Petersfehn, Kayhauserfeld, Elmendorf, Aschhausen, Bad Zwischenahn, Ohrwege und Dänikhorst noch einmal das neue Forensikgebäude begehen. Im Notfall wären hier, so Brüntjen, die Einheiten aus Ofen und Petersfehn sowie die Berufsfeuerwehr Oldenburg zuständig.


Durch die ausgebaute Heckscheibe gelangten Feuerwehrleute in den Bus.
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