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Kein Fahrzeug von der Stange

Quelle: Aus Nordwest-Zeitung, Ammerland, vom 13. April 2016

Feuerwehr Westerstede erhält modernes „Löschgruppenfahrzeug 20“

Von Wolfgang Alexander Meyer


Voll ausgestattet, überprüft und einsatzbereit ist das neue Löschgruppenfahrzeug 20 der Freiwillige Feuerwehr in Westerstede. Bild: Wolfgang Alexander Meyer

Von der Idee bis zum einsatzbereiten Fahrzeug vergeht viel Zeit. Jedes Feuerwehrauto wird individuell angepasst.

Westerstede Blau blitzen die Lichter des neuen „Löschgruppenfahrzeuges 20“ (LF 20) der Freiwilligen Feuerwehr Westerstede im Abendhimmel. Nach 32 Jahren Dienstzeit wird das alte LF 16 ausgemustert und durch ein neues Fahrzeug ersetzt. „Es war an der Zeit, ein neueres Fahrzeug zu beschaffen“, sagt Ralf Hobbensiefken, Oberbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Westerstede. In dem alten Fahrzeug habe es keine Anschnallgurte und auch kein Antiblockiersystem gegeben – moderne Sicherheitsstandards seien nicht mehr erfüllt worden.

Die Neubeschaffung eines Feuerwehrautos ist jedoch mit viel Aufwand verbunden. „Von der Idee bis zum einsatzbereiten Fahrzeug gehen circa zwei Jahre ins Land“, erläutert Kreisbrandmeister Andree Hoffbuhr. Die Feuerwehren der sechs Ammerland-Gemeinden würden den Bedarf an neuen Fahrzeugen besprechen. Bestehe ein solcher Bedarf, würde die jeweilige Kommune die Neuanschaffung ausschreiben. Ein Feuerwehrauto sei jedoch nie ein Auto von der Stange, so Hoffbuhr.

Den Auftrag für das neue LF 20 der Westersteder Feuerwehr hatte ein Unternehmen in Ulm, das sich auf die Fertigung von Feuerwehrfahrzeugen spezialisiert hat, erhalten. Am 25. Februar holten Kameraden aus Westerstede ihr Fahrzeug ab. „Im Werk erhalten die Feuerwehrmänner eine Einweisung. Ein Vertreter der Kommune überprüft auch, ob das Fahrzeug wie bestellt gefertigt wurde“, erklärt Kreisbrandmeister Hoffbuhr das Verfahren.

Nach der Überführung werde das Fahrzeug in der Feuerwehr Technischen Zentrales des Landkreises Ammerland in Elmendorf einsatzbereit gemacht. „Wir nehmen eine Inventur und Überprüfung der Ausrüstung vor“, erklärt Klaus Hilljegerdes, stellvertretender Schirrmeister der Zentrale, der sich als KFZ-Meister um die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge kümmert. Erst wenn das Inventar vollständig und funktionstüchtig sei, dürfe das Fahrzeug in den Einsatz.

„Die ersten Einsätze hat das Westersteder LF 20 schon hinter sich. Ein Unfall auf der A 28 und das Leerpumpen eines mit Wasser vollgelaufenen Kellers waren die ersten Bewährungsproben des Fahrzeuges“, berichtet Oberbrandmeister Hobbensiefken.

NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/ammerland                 



Das neue „LF 20“

Das Fahrzeug ist 8,6 Meter lang, 3,45 Meter hoch und hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 15,5 Tonnen.

Der Motor verfügt über 290 PS.

Der Wassertank fasst 2000 Liter. Zusätzlich können 120 Liter Löschschaum mitgeführt werden.

Das Fahrzeug hat einen Allradantrieb und verfügt an der Hinterachse über eine Zwillingsbereifung.

Die Löschwasserpumpe hat eine Pumpleistung von 2700 Liter Wasser in der Minute bei einem Maximaldruck von 17 Bar.

Die mitgeführte Schmutzwasserpumpe kann Wasser, in dem sich bis zu tennisballgroße Gegenstände befinden, abpumpen.

Die Schiebeleiter des Fahrzeuges ist 14 Meter lang und reicht bis in das dritte Obergeschoss.

Mitgeführt wird auch ein sogenannter Sprungretter (großes aufblasbares Luftkissen) zur Personenrettung.

Der ausfahrbare Lichtmast verfügt über 6 LED-Strahler.


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