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Menschen aus einem „brennenden“ Haus gerettet

Quelle: Aus Nordwest-Zeitung, Ammerland, vom 9. Juni 2016

Friedrichsfehner Feuerwehr probt Ernstfall – JUH-Mitglieder und Malteser mimen Verletzte

Von Erhard Drobinski


Mehrere Personen mussten aus dem „brennenden Haus“ gerettet werden.  Bild: Erhard Drobinski

Friedrichsfehn Ein Wohnungsbrand an der Dorfstraße 45 in Friedrichsfehn machte es notwendig, dass am Dienstagabend die Freiwilligen Feuerwehren in Friedrichsfehn und Jeddeloh II ausrückten. Zusammen mit den Kameraden des Einsatzleitwagens der Freiwilligen Feuerwehr Edewecht hatte die Feuerwehr nicht nur den Brand zu löschen, sondern auch Personen zu retten, die in dem Haus eingeschlossen waren.

Kompliziert wurde die Situation durch einen Brand, der sich durch die Verpuffung von Benzingasen schnell ausbreitete. Eine größere Menge Gas, die sich im Kellerraum angesammelt hatte, führte zu einer Explosion, so dass die sechs Menschen, die sich in dem Haus befanden, akut gefährdet waren. Verwirrte Personen auf dem Gelände gefährdeten dabei immer wieder die Rettungsarbeiten.

Was die über 35 eingesetzten Feuerwehrkameraden in Friedrichsfehn vorfanden, war glücklicherweise nur ein Szenario, das zu einer Feuerwehrübung gehörte. Die Idee dazu hatten Christian Hilgen und Hartmut Deeken von der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichsfehn.

„Wir hatten gehört, dass dieses Haus abgängig ist. Deshalb haben wir gleich die Chance genutzt, hier eine Übung zu veranstalten“, berichtete Christian Hilgen. Selbst Ortsbrandmeister (OBM) Uwe Hilgen wusste nichts davon.

Nach gut 40 Minuten waren die verschiedenen Aufgabenfelder wie das Löschen des Brandes, die Rettung der Verletzten und die Verkehrsleitung auf der Dorfstraße abgearbeitet. Mit dem Resultat waren alle insgesamt zufrieden. Ernst Brunßen, Eigentümer des Hauses, in dem die Übung stattfand, war voll des Lobes. „Das ist eine ganz schön schlagkräftige Gruppe. Wir können auf diese örtliche Feuerwehr stolz sein.“

„Die Übung war als solche nicht sofort zu erkennen“, machte Ortsbrandmeister Uwe Hilgen in der Nachbetrachtung deutlich. Deshalb sei die Vorgehensweise der Einsatzkräfte sehr umsichtig gewesen. Man habe schnell gearbeitet. Nach der Übung fand gleich ein erstes Auswertungsgespräch statt.

Die acht „verletzten und verwirrten“ Personen gehörten zur Johanniter-Unfallhilfe (JUH) Oldenburg und zu den Maltesern aus Sandkrug. „Es ist gut gelaufen, alle wurden gerettet. Natürlich ist es wichtig für die Feuerwehrleute, zu üben, wie bei der Rettung von Personen vorzugehen ist“, erklärte Tineke Linz, Einsatzleiterin „Realistische Unfalldarstellung“ der JUH. „Gleichzeitig haben unsere Leute hier die Möglichkeit, sich in die Situation eines Opfers hineinzuversetzen und die Rettung aus anderer Perspektive zu erleben.“

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