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Unwetterwarnung des DWD (Update Stand 12:13)

WARNLAGEBERICHT für Niedersachsen und Bremen

 

zeitl. Entwicklung für AmmerlandWARNLAGEBERICHT für Niedersachsen und Bremen

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst

am Freitag, 09.01.2015, 10:30 Uhr

Im Binnenland verbreitet Gefahr schwerer Sturmböen, an der See neben orkanartigen Böen auch Orkanböen möglich, bis Sonntag Unwettervorwarnung vor Orkanböen. In den Staulagen des Harzes bis Sonntagnacht Dauerregen

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden bis Samstag, 10.01.2015, 10:30 Uhr:

Heute zieht das Orkantief "Elon" vom Seegebiet nördlich Schottland nach Südnorwegen. Sein Ausläufer überquert Norddeutschland bis zum Nachmittag. Nachfolgend beruhigt sich das Wetter nur kurz. Bereits in der Nacht zum Sonnabend schwenken die Ausläufer des nächsten Orkantiefs von der Nordsee herein und bleiben auch Sonnabend tagsüber wetterbestimmend.

ORKANBÖEN/UNWETTER, STURMBÖEN, GEWITTER: Der westliche Wind weht stark bis stürmisch. Dabei treten mit Frontdurchgang SCHWERE STURMBÖEN bis 100 km/h (Bft 10) auf. Vereinzelt und im Zusammenhang mit kurzen GEWITTERN sind auch ORKANarkartige BÖEN um 110 km/h (Bft 11) möglich. An den Küsten werden ORKANartige BÖEN verbreitet erwartet. Hier sind auch ORKANBÖEN um 120 km/h (Bft 12) möglich, UNWETTER! Am Abend und in der Nacht nimmt der Wind nur vorübergehend ab. In den Frühstunden zum Sonnabend nimmt der Wind aus West bis Südwest dann wieder zu und Sonnabendmorgen werden wieder verbreitet STURMBÖEN zwischen 65 und 85 km/h (Bft 8 bis 9), an der Küste zunehmend SCHWERE STURMBÖEN bis 100 km/h (Bft 10) erwartet. Bis zum Nachmittag legt der Wind noch zu, so dass an der Küste und im angrenzenden Binnenland mit ORKANartigen Böen um 110 km/h (Bft 11) gerechnet werden muss. Mit Frontdurchgang und in Verbindung mit Schauern sind vereinzelt auch ORKANBÖEN über 120 km/h (Bft 12) möglich, UNWEWTTER! Der Wind lässt am Abend und in der Nacht zum Sonntag nur zögerlich nach. Es gilt bis zum Sonntag weiterhin die VORABINFORMATION UNWETTER vor ORKANBÖEN.

DAUERREGEN: In den Staulagen des Harzes tritt Dauerregen auf. Zusammen mit Schauern können die Niederschlagsmengen bis Sonntagnacht 40 bis 60 l/qm erreichen. Der Regen fällt mit wechselnder Intensität und kann zwischenzeitlich auch nachlassen.

Nächste Aktualisierung: spätestens Freitag, 09.01.2015, 15:30 Uhr

Deutscher Wetterdienst, RSZ Hamburg / Julia I. Schmidt


Erstellt am: 09.01.15, 12:13 Uhr

 

Allgemeine Wetter- und Warnlage

Im Tagesverlauf vor allem im Norden und Osten aufkommender Regen. Dazu verbreitet stürmisch, teils auch Sturmböen oder schwere Sturmböen. Auf den Bergen und an den Küsten Orkan.

Ein Sturmtief zieht heute rasch vom Seegebiet nördlich von Schottland Richtung Baltikum, dessen Frontensystem überquert im Tagesverlauf Deutschland. Bereits am Abend erreicht die Warmfront eines weiteren Sturmtiefs das Vorhersagegebiet. Somit nimmt der West- bis Südwestwind heute im Tagesverlauf weiter zu. Dabei gibt es verbreitet starke bis stürmische Böen (Bft. 7 bis 8), vor allem im Norden und Nordosten auch Sturmböen (Bft. 9). An den Küsten von Nord- und Ostsee gibt es schwere Sturmböen, vor allem in exponierten Küstenlagen auch orkanartige Böen (Bft. 11). Auf den Bergen gibt es in freien Kammlagen und auf exponierten Gipfeln verbreitet Orkanböen (Bft.12).Mit Abzug des Frontensystems lässt der Wind am Nachmittag vorübergehend nach, ehe er am Abend im Südwesten und im Alpenvorland wieder stürmisch auffrischt, dann auch mit Sturmböen in den Niederungen. Dazu fällt schauerartiger Regen, der sich mit Annäherung der Warmfront in den Abendstunden in der Mitte und im Südosten verstärkt. Warnschwellen für Dauerregen werden bis zum Abend aber noch nicht erreicht. In der Nacht zum Samstag entspannt sich die Windsituation im Nordosten weiter. In der gesamten West- und Südhälfte nimmt der Wind aber wieder deutlich zu. Dabei kann es vorübergehend auch bis in die tiefsten Lagen stürmische Böen oder Sturmböen (Bft. 8 bis 9) geben. In freien Lagen Südwestdeutschlands und gibt es schwere Sturmböen (Bft. 10), im Alpenvorland vereinzelt auch orkanartige Böen (Bft. 11). Auf exponierten Berggipfeln gibt es nach wie vor verbreitet Orkanböen, auf einzelnen Gipfeln auch extreme Orkanböen (über 140 km/h).Dazu regnet es - abgesehen vom Südwesten und den Regionen nordöstlich der Elbe, dort fällt nur leichter Regen - verbreitet kräftig und in den Weststaulagen einzelner Mittelgebirge auch länger anhaltend. Dort fallen 25 bis 40 mm in 12 Stunden, in exponierten Staulagen vom Thüringer Wald über das Fichtelgebirge bis in den Bayerischen Wald können gebietsweise auch mehr als 50 mm fallen, was dann den Unwetterkriterien entsprechen würde. Dort herrscht zudem Tauwetter, vor allem im Bayerischen Wald auch unwetterartig.

Aktuelle Informationen zur Unwetterlage und zu den herausgegebenen Unwetterwarnungen präsentiert Diplom-Meteorologe Adrian Leyser in einem Video aus dem DWD TV-Studio (Stand: 08.01.2015 16:00 Uhr): Unwettervideo auf YouTube

Letzte Aktualisierung: 09.01.2015, 07.29 Uhr

Quelle: Deutscher Wetterdienst (www.dwd.de)

Erwarteter Verlauf
    zeitl. Entwicklung für Ammerland

Höhepunkt 1:

Zum Freitagmorgen schwächt sich der Südwestwind zumindest in der Mitte und im Süden vorübergehend ab, um im weiteren Verlauf allgemein wieder deutlich zuzunehmen. Ursache dafür ist Randtief "Elon", das sich vom Nordatlantik her über Schottland nach Skandinavien verlagert und an seiner Südflanke den Luftdruckgradienten verschärft. Es sind  dann verbreitet starke bis stürmische Böen (Windstärke 7 bis 8) zu erwarten, in Norddeutschland Sturmböen (Windstärke 9). Böen bis Stärke 11 (orkanartige Böen) treten auf den Inseln sowie in exponierten Hochlagen der Mittelgebirge und der Alpen auf.

Höhepunkt 2:

Nach kurzfristiger Entspannung schwingen sich die Windgeschwindigkeiten im Verlaufe des Samstages zum finalen Höhepunkt auf. Ein sich noch weitaus intensiver entwickelndes Randtief "Felix" macht sich vom Nordatlantik her kommend auf dem Weg zur südnorwegischen Küste. Nach derzeitigem Stand erreicht das Tief einen
minimalen Luftdruck von 945 bis 950 hPa. Es verwundert daher nicht, dass überall mit warnrelevanten Böen zwischen Windstärke 8 und 9 gerechnet werden muss. Auf den Bergen und an den Küsten weht Sturm der Stärke 11 bis 12 (Orkan). Mit Durchzug der Kaltfront von "Felix" am Nachmittag greifen die hohen Windgeschwindigkeiten auch weiter bis ins Norddeutsche Tiefland über. Besonders bei Schauern und Gewittern treten dort dann vorübergehend schwere Sturmböen (Windstärke 10) und einzelne orkanartige Böen (Windstärke 11) auf.

Zum Sonntag flaut der Wind allmählich etwas ab. Die Westwetterlage und damit auch ein latentes Potenzial für weitere Stürme bleiben aber bis auf Weiteres erhalten.

Dipl.-Met. Adrian Leyser
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 08.01.2015
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

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