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Anwohner rettet Frau aus eiskaltem Wasser

Quelle: aus Nordwest-Zeitung, Ammerland, vom 26. Januar 2015

36-jährige Autofahrerin aus Zetel aus Kanal gezogen – Polizei lobt Ersthelfer für schnelles Handeln

Der 34-jährige Augustfehner war ohne zu zögern in den Kanal gestiegen. Weitere schwere Unfälle verzeichnete die Polizei am Wochenende trotz Schneefalls und Glatteises nicht.



Augustfehn Die Aufmerksamkeit eines Anwohners hat bei einem Verkehrsunfall in Augustfehn (Landkreis Ammerland) Schlimmeres verhindert: Der 34-Jährige, der am Sonnabend an seinem Grundstück an der Stahlwerkstraße gegen 8.30 Uhr gerade Schnee gefegt hatte, zog eine 36-Jährige nach einem Verkehrsunfall aus einem wasserführenden Graben und rettete ihr so wohl das Leben.

Die Frau aus Zetel war auf dem Weg zur Arbeit in Richtung Apen fahrend mit ihrem Pkw nach links von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Ihr Auto blieb anschließend im Kanal liegen. Die 34-Jährige habe sich mit Schulter- und Kopfverletzungen zwar selbst aus dem Fahrzeug befreien können, berichtete die Polizei, sei aber kurzzeitig bewusstlos in Bauchlage in dem Graben liegen geblieben. Der Anwohner zögerte nicht, sprang in den Graben, zog die 36-Jährige heraus und leistete Erste Hilfe.

Da zunächst von einer eingeklemmten Person ausgegangen worden war, waren die Feuerwehren Augustfehn und Bokel mit rund 20 Mann ausgerückt. Die 36-Jährige wurde zur weiteren Behandlung ins Klinikzentrum Westerstede gebracht. Anzeichen für überhöhte Geschwindigkeit fand die Polizei nicht.

Auf Facebook hatte eine Meldung über ein Kind, das sich ebenfalls im Fahrzeug befunden haben soll, für zusätzliche Aufregung gesorgt. An dieser Meldung sei allerdings nichts dran gewesen, teilte die Polizei mit. Weder bei der Alarmierung habe es Anzeichen für ein Kind gegeben, noch habe sich das vor Ort so dargestellt. Die Autofahrerin habe selber gegenüber dem Ersthelfer angegeben, alleine im Auto gesessen zu haben. Allerdings habe ein Autofahrer angehalten, um seine Hilfe anzubieten, die aber nicht mehr benötigt wurde, heißt es von der Polizei weiter. Und dieser Autofahrer habe ein Baby im Auto gehabt.

Die Polizei Westerstede lobte ausdrücklich das beherzte Eingreifen des Anwohners, der ohne zu zögern ins knietiefe Eiswasser gestiegen sei, um die Frau herauszuziehen: „Der Mann hat alles richtig gemacht. Das hätte auch anders ausgehen können.“

Trotz teilweise dichten Schneefalls am Sonnabend und glatten Straßen am Sonntagmorgen verzeichnete die Polizei im Ammerland keine weiteren schwereren Unfälle. In Bad Zwischenahn beschädigte ein Streufahrzeug der Gemeinde laut Polizei ein parkendes Auto.

 

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