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Einheit stets für die Bürger da

Quelle: Aus Nordwest-Zeitung, Ammerland, vom 27. Juli 2015

Freiwillige Feuerwehr Hollwege feiert ihr 90-jähriges Bestehen

Alles begann 1925 mit einer Handdruckspritze. Mit dem Verkauf von Tanzbändern wurden die Uniformen finanziert.

Von Hildburg Lohmüller


Für seine 40-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr wurde Hauptfeuerwehrmann Helmut Oeltjen (vorne, mit Kornelia Oeltjen) bei der Feier zum 90-jährigen Bestehen der Einheit Hollwege geehrt. Es gratulierten auch (hinten, von links) Mathias Siehlmann, Klaus Groß, Jürgen Specht, Johann Westendorf und Heino Neumann, stellvertretender Vorsitzender des Feuerwehrausschusses. Bild: Hildburg Lohmüller

Hollwege Der Saal im Gasthof Heinemann war voll, die Liste der anwesenden Ehrengäste lang: Ortsbrandmeister Jürgen Specht hieß zum 90-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Hollwege am Freitagabend aus Polen auch den Bürgermeister der Gemeinde Lipno und die befreundeten Kameraden aus Popowo willkommen.

Specht berichtete zunächst über die Entwicklung der Wehr. Am 26. März 1925 hatte Bezirksvorsteher Fritz Fittje die Hollweger Bürger zur Versammlung in den Gasthof Heinemann einberufen. Anstoß war eine Handdruckspritze, die den Hollwegern angeboten worden war. 38 Männer traten der Feuerwehr bei, zum ersten Hauptmann (heute Ortsbrandmeister) wurde Heinrich Bolte gewählt.

Durch den Verkauf von Tanzbändern wurden die ersten Uniformen finanziert, ein Strohhaufenbrand in Felde sorgte am 3. Mai 1926 für den ersten Einsatz. Im Laufe der 90 Jahre wurden zwei Feuerwehrhäuser gebaut. Das Material wurde jeweils gestellt, die Arbeiten wurden ausnahmslos in Eigenleistung erbracht. Ortsbrandmeister Jürgen Specht hat sechs Vorgänger: „Allein Johann Specht, Heinrich Krieger und Dieter Luks waren jeweils 18 Jahre oder länger in diesem Amt.“

Aus der in den 80er Jahren stärksten Einheit der Stadtgemeinde Westerstede mit 58 aktiven Feuerwehrleuten sei heute eine Einheit mit 34 Kameradinnen und Kameraden geworden. „Dass sich die Bürger auf diese Einheit verlassen können, haben wir gerade eindrucksvoll bewiesen“, ging Specht auf den Großbrand einen Tag zuvor in Hollwegerfeld ein. Die Hollweger Feuerwehr arbeitet sehr kooperativ mit der Westersteder Feuerwehr zusammen. „Wehren werden zu Zügen zusammengefasst und erhöhen damit bei Tag und Nacht ihre Schlagkraft.“ Waren es vor zehn Jahren zwei bis fünf Einsätze pro Jahr, so sind es heute zwischen 30 und 50. Der Hollweger Nachwuchs wird in Hollriede bei der Jugendfeuerwehr geschult. „Sollte alles im Rahmen bleiben, haben wir in zwei Jahren ein zusätzliches Fahrzeug und ein neues Feuerwehrhaus“, blickte Jürgen Specht optimistisch voraus und dankte seiner Mannschaft für die gute Zusammenarbeit.

Die Glückwünsche und den Dank von Rat und Verwaltung überbrachte Bürgermeister Klaus Groß: „Wir sind stolz auf Euch und fasziniert von Euren Leistungen, die ihr gerade beim jüngsten Brand wieder unter Beweis gestellt habt.“ Kreisbrandmeister Johann Westendorf lobte den Gemeinschaftssinn und die stetigen Eigenleistungen: „Das hat die Feuerwehr nach vorne gebracht.“ Auf die positive Entwicklung der Einheit ging auch Stadtbrandmeister Mathias Siehlmann ein: „Ihr unterstützt zudem die Vereine im Dorf, Ihr seid für die Bürger da.“ Ein großes Lob sprach auch Jan Hobbiebrunken, Vorsitzender des Ortsbürgervereins, der Feuerwehr aus: „Wir freuen uns, dass wir euch haben.“

Im Rahmen der Feierstunde wurde Helmut Oeltjen, erster Hauptfeuerwehrmann, für 40 Jahre Mitgliedschaft und aktives Wirken geehrt. Dabei wurden seine Leistungen noch einmal herausgestellt.

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