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Hallenbrand entpuppt sich als Großübung

Quelle: Aus Nordwest-Zeitung, Ammerland, vom 25. September 2015

Sechs Freiwillige Feuerwehren aus der Gemeinde rücken an die Klinkerstraße aus

126 Kameraden waren am Mittwochabend in Neusüdende im Einsatz. Sie übten die Menschenrettung unter Atemschutz, die Brandbekämpfung und die Hilfe bei einem Verkehrsunfall.

Von Frank Jacob


Zu Übungszwecken aufgespießt: Aus einem Schrottauto mussten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hahn auf dem Gelände des Holzbauunternehmens Thümler in Neusüdende „Verletzte“ retten. Bild: Frank Jacob


Neusüdende Mittwochabend, 19.43 Uhr: Die Freiwilligen Feuerwehren Neusüdende, Ipwege-Wahnbek und Loy-Barghorn erhalten die Meldung, dass in Neusüdende eine Lagerhalle brennt. Dass es sich um eine Einsatzübung handelt, wissen sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Mit Blaulicht und Sirenen rücken sie zur Klinkerstraße aus.

Als sie auf dem weitläufigen Gelände des Holzbauunternehmens von Torsten Thümler eintreffen, stellen sie fest, dass sich das „Feuer“ auf eine Produktionshalle ausgebreitet hat und drei Personen „vermisst werden“. Daraufhin werden auch die Feuerwehreinheiten Rastede, Hahn und Südbäke alarmiert.

So sieht es das Szenario der Großübung vor, das Neusüdendes Ortsbrandmeister Hermann Folte und Gemeindebrandmeister Erwin zum Buttel ausgearbeitet haben. „Es ist alles gut gelaufen“, zieht zum Buttel am Donnerstag ein positives Fazit nach der Übung, an der 126 Kameraden teilnahmen.

„Erster Schwerpunkt war die Menschenrettung“, sagt zum Buttel. Unter Atemschutz betreten am Mittwochabend immer zwei Personen die Lagerhalle. Das Retten der „Vermissten“, zu Übungszwecken werden Puppen genutzt, wird ihnen nicht leicht gemacht. „Die Puppen wiegen zwischen 75 und 90 Kilogramm“, erklärt der Gemeindebrandmeister.

Brisant wird es, als ein Trupp einen Notruf absetzt und selbst als „vermisst“ gilt. „Jetzt müssen unsere Reservetrupps ausrücken“, berichtet zum Buttel, der bei den Vorbereitungen nicht nur von Ortsbrandmeister Folte, sondern auch vom stellvertretenden Gemeindebrandmeister Horst Steenken, von Gemeindeatemschutzwart Guido Heinemann und von Daniel Janßen von der benachbarten Hubschrauberstaffel unterstützt wurde.

Um den „Brand“ der Hallen zu bekämpfen, müssen die Feuerwehrleute eine Wasserverbindung von drei verschiedenen Punkten aufbauen, zum Teil über weitere Strecken. „Wir haben festgestellt, dass wir an unsere Grenzen stoßen“, sagt zum Buttel. Das Wasser habe gerade ausgereicht. Allerdings: Im Notfall würde auf dem Gelände der Hubschrauberstaffel noch eine weitere Zisterne zur Verfügung stehen.

Fast ohne Wasser kommen die Kameraden der Feuerwehr Hahn aus. Sie kümmern sich um einen „Verkehrsunfall“, der ebenfalls Bestandteil der Übung ist. Dazu wurde ein Schrottauto von einem Radlader mit einer Palettengabel aufgespießt.

„Mit solchen Übungen wollen wir das Zusammenspiel der verschiedenen Wehren unter Einsatzbedingungen trainieren“, sagt zum Buttel. Übungen finden in regelmäßigen Abständen statt.

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