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Unterkunft für Flüchtlinge ausgebrannt

Quelle: NWZOnline.de vom 24. Oktober 2015

Von Heiner Otto


Beim Brand in einer Flüchtlingsunterkunft in Roggenmoor wurde am Sonnabend niemand verletzt. Die Feuerwehr eilte mit einem Großaufgebot zur Einsatzstelle. Offenbar hatten die Bewohner Essen auf dem Küchenherd vergessen. Bild: Heiner Otto

Ein syrische Familie hatte vergessen, den Küchenherd abzuschalten. Als die Lebensmittel Feuer fingen, war niemand zu Hause. Das Gebäude in Roggenmoor ist nach Auskunft der Polizei vorerst nicht bewohnbar.

Roggenmoor In einer Unterkunft für Flüchtlinge an der Straße Zur Kurve 6 in Roggenmoor hat es am Sonnabendmittag gebrannt. Zeugen riefen Feuerwehr und Polizei, weil dichter Rauch aus den Fenstern im Obergeschoss der gerade erst renovierten Obdachlosenunterkunft drang. Die Gemeinde Apen hatte in dem Gebäude zwei schutzsuchende Familien aus Syrien und dem Libanon untergebracht. Beide waren nicht zu Hause, als das Mittagessen auf dem Küchenherd im Obergeschoss zu brennen begann.

Weil zunächst unklar war, ob sich noch Personen im Haus befinden, löste die Großleitstelle Oldenburg einen Großeinsatz für Feuerwehren und Rettungsdienst aus. Auch die Drehleiter aus Elmendorf rückte mit an, brauchte aber nicht mehr einzugreifen. Schnell stellte sich heraus, dass niemand mehr im Haus war.

Während sich die Libanesen angeblich bei Verwandten oder Bekannten in Brake aufhalten, waren die Syrer in Apen unterwegs, wollten sich von privater Seite organisierte Kleidung abholen. Auf dem Rückweg erfuhren die Eltern und ihre 14, 12 und eineinhalbjährigen Kinder, dass es in der Unterkunft brennt.

Apens Bürgermeister Matthias Huber (SPD) ließ sich mehrmals über den Fortgang der Löscharbeiten unterrichten. Er entsandte Dieter Tammen und Rolf Siems von der Aper Gemeindeverwaltung zur Einsatzstelle. „Wir wollten uns um die syrische Familie kümmern, die zunächst kein Dach mehr über dem Kopf hatte, denn das Gebäude ist zumindest gegenwärtig unbewohnbar. Wir werden die Leute deshalb vorübergehend in einem Hotel unterbringen. Andere Alternativen haben wir so spontan im Moment nicht“, sagte Huber.

Die Syrer waren am Sonnabend vor einer Woche über die Erstaufnahmestelle im Westersteder Kreishaus nach Apen gekommen. Die Gemeinde brachte sie in der früheren Gaststätte „Zur Kurve“ unter, einst ein beliebter Treffpunkt für die Boßeler aus Roggenmoor und Klauhörn.


In diesen Töpfen brannte das Essen an. Bild: Heiner Otto


Mehrere Aper Ortswehren waren am Sonnabend beim Brand in Roggenmoor eingesetzt. Bild: Heiner Otto

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