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„Feuer-Füchse“ brennen für neues Hobby

Quelle: Aus Nordwest-Zeitung, Ammerland, vom 23. November 2015

Auch Edewecht verfügt nun über eine Kinderfeuerwehr – Offizielle Gründung erfolgt

Von Erhard Drobinski


Alles wird genau erläutert: Mit großem Interesse schauen die Edewecher „Feuer-Füchse“ in einen Schlauch hinein, um zu sehen, wie dieser mit einem anderen verbunden werden kann. Das Bild entstand beim jüngsten Kinderfeuerwehrnachmittag. Bild: Erhard Drobinski

Zuvor hatten schon zwei Übungsnachmittage stattgefunden. 15 Plätze gibt es, das Interesse an der Edewechter Kinderfeuerwehr ist jedoch weitaus größer.

Edewecht Seit Sonnabend hat Edewecht als vierte Gemeinde im Ammerland eine eigene Kinderfeuerwehr. Im Feuerwehrhaus an der Oldenburger Straße in Edewecht haben die „Feuer-Füchse“ ihre Räumlichkeiten. Hier treffen sie sich 14-tägig, um die Arbeit der Feuerwehr kennenzulernen.

Wie groß das Interesse an einer Kinderfeuerwehr in Edewecht war, wurde bei der offiziellen Gründungsfeier am Sonnabendnachmittag im Feuerwehrgerätehaus deutlich. „Für die 15 Plätze haben sich insgesamt 32 Kinder beworben“, sagte Edewechts Bürgermeisterin Petra Lausch. „Letztlich musste das Los entscheiden, wer bei der Kinderfeuerwehr mitmachen darf.“ Bei der Feuerwehr könnten Mädchen und Jungen aber nicht nur lernen, sondern auch vieles erleben. Denn schließlich sei es ein Abenteuer, zu lernen, wie man helfen könne, sagte Lausch. Sie lobte die Kinder, die bereit seien, einen Teil ihrer Freizeit für diese besondere Aufgabe zu verwenden.

Gut ein Jahr Vorbereitung, rund 30 Treffen und rund 200 Stunden Arbeit stecken in dem Projekt Kinderfeuerwehr. Svenja Hitz, die zusammen mit einem fünfköpfigen Team die „Feuer-Füchse“ leiten wird, freut sich auf diese Arbeit mit den 15 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis neun Jahren. „Alle stellen viele Fragen und sind sehr neugierig“, konnte sie nach den ersten beiden Treffen, die schon stattfanden, feststellen. Die Entscheidung, eine Kinderfeuerwehr einzurichten, hält sie für „absolut richtig.“

Mit großem Interesse verfolgte Jannik die bisherigen Übungsstunden. Beim jüngsten Treffen am vergangenen Donnerstag lernten er und die anderen „Feuer-Füchse“ ein Löschgruppenfahrzeug kennen. Neu war für ihn, dass die Plätze im Auto den verschiedenen Funktionen wie Maschinist oder Atemschutzträger zugewiesen sind. Aber auch die Bedienung des Wasserschlauchstrahlers war für ihn etwas bisher Unbekanntes.

Jannik stammt aus einer Feuerwehrfamilie. Stolz ist er, dass er mit seinen neun Jahren auch dazugehört. In jedem Fall will er über die Kindergruppe hinaus bei der Feuerwehr bleiben.

„Mit der Kinderfeuerwehr haben wir auch eine Grundlage für unsere Jugendfeuerwehren und auch für die Freiwilligen Wehren in der Gemeinde geschaffen. Alle profitieren davon“, betonte Edewechts Gemeindebrandmeister Hinrich Bischoff. Schon deshalb würde sich die Nachwuchsarbeit lohnen. Stolz ist auch Kreisbrandmeister André Hoffbuhr, dass es auch Edewecht eine Kinderfeuerwehr hat.

Zu den „Feuer-Füchsen“ gehört auch Nele. „Wir mussten Zettel ausfüllen, dann wurde gelost. Ich habe nicht unbedingt damit gerechnet, dass ich hier mitmachen kann“, berichtete sie. Umso mehr freute sie sich, als feststand, dass sie auch zur Kinderfeuerwehr gehören wird. Die Übungsnachmittage gefallen ihr richtig gut.

„Es war cool, als ich jetzt zum ersten Mal in einem richtigen Löschfahrzeug saß“, beschreibt die 9-Jährige ihre Gefühle nach der Übungsstunde am Donnerstag. Natürlich möchte auch sie weiter bei der Feuerwehr bleiben.

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