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Mit viel Herzblut für Feuerwehren aktiv

Quelle: Aus Nordwest-Zeitung, Ammerland, vom 30. Dezember 2015

Andree Hoffbuhr aus Edewecht ist seit Oktober 2015 Kreisbrandmeister im Ammerland

Von Doris Grove-Mittwede


Der neue Kreisbrandmeister Andree Hoffbuhr am Feuerwehrem­blem, das auf dem Gelände „seiner“ Wehr an der Oldenburger Straße in Edewecht steht. Nach seiner Amtszeit als Kreisbrandmeister – in sechs Jahren – wird der Edewechter wie alle andere Kameradinnen und Kameraden mit 63 Jahren aus dem aktiven Feuerwehrdienst ausscheiden und in die Altersabteilung (der Edewechter Feuerwehr) wechseln. Foto: Doris Grove-Mittwede

Am 1. Oktober trat der Edewechter die Nachfolge von Johann Westendorf an, der zwölf Jahre und damit zwei Perioden Kreisbrandmeister war. Hoffbuhr wird das Amt eine Periode bekleiden.

Edewecht Dass er eines Tages einmal der organisatorische und taktische Leiter des Kreisfeuerwehrverbandes Ammerland werden und die 38 Freiwilligen Feuerwehr in den sechs Ammerland-Gemeinden u.a. gegenüber Behörden und Organisationen vertreten wird, hat sich Andree Hoffbuhr nicht träumen lassen. „Ich habe nie damit gerechnet, Kreisbrandmeister zu werden“, sagt der Edewechter. Am 1. Oktober dieses Jahres trat der 57-Jährige die Nachfolge des Gristeders Johann Westendorf an, der zwölf Jahre und damit zwei Perioden Kreisbrandmeister war. Für jeweils sechs Jahre wird der Kreisbrandmeister von den Feuerwehren im Landkreis gewählt.

Hobby selbst gesucht

„Familiäre Feuerwehrwurzeln“ hat Andree Hoffbuhr nicht. Er hat sich sein Hobby, das ihn bis an die Spitze des Ammerländer Kreisfeuerwehrverbandes führte, selbst ausgesucht. „Nach meiner Ausbildung als Fernmeldehandwerker bei der Bundespost und meiner Heirat mit Anfang Zwanzig wollten meine Frau Conny und ich uns in Edewecht, unserem Lebensmittelpunkt, ins soziale Leben integrieren. Das geht natürlich am besten, wenn man in einen örtlichen Verein oder eine örtliche Organisation eintritt. Ich war zunächst beim Schützenverein, das hatte mir nicht zugesagt. Als mich dann ein guter Freund mit zu einem Dienstabend der Edewechter Feuerwehr nahm, habe ich mich gleich so wohl gefühlt, als wenn ich bereits zehn Jahre dazugehört hätte.“ Das war im Frühjahr 1981.

Seitdem engagierte sich der gebürtige Westerschepser, der mit zwölf Jahren seine Mutter verlor und später mit Vater und Schwester in Edewecht heimisch wurde, jahrzehntelang in der Freiwilligen Feuerwehr Edewecht.

Was ihn an diesem Ehrenamt stets gereizt habe, seien einerseits die uneigennützigen Aufgaben der Feuerwehr, das Retten von Mensch und Tier aus Gefahrensituationen, das Löschen von Bränden, das Bergen von Sachgütern z.B. bei Unfällen und das Schützen von Sachwerten z.B. bei Überschwemmungen. Andererseits schätze er die die große Kameradschaft in den Feuerwehren, die Anerkennung für deren vielseitiges Engagement und den ehrlichen und respektvollen Umgang untereinander.

Schnell sei er in der Edewechter Wehr nach den entsprechenden Lehrgängen Gruppenführer geworden, berichtet Hoffbuhr und verweist darauf, dass in den 1980-er Jahren ein Generationswechsel anstand. 1996 wurde Hoffbuhr zum Ortsbrandmeister der Edewechter Feuerwehr gewählt, ohne jemals stellvertretender Ortsbrandmeister gewesen zu sein. „Damit erfüllte sich eine Prophezeiung des ehemaligen Edewechter Gemeindebrandmeister Hans Michaelsen.“ Der hatte dem jungen Andree Hoffbuhr schon früh attestiert, dass er in ihn einen künftigen Ortsbrandmeister sähe.

18 Jahre hat Hoffbuhr das Amt bekleidet und hunderte von Einsätzen geleitet, während er beruflich Beamter bei der Telekom geworden war und sich dort Jahrzehnte um die Ausbildung von Fernmeldehandwerkern kümmerte. 2013 bekam er die Möglichkeit, frühzeitig aus dem beruflichen Leben auszuscheiden. Diese Chance nutzte Hoffbuhr und wollte zudem sei Amt als Ortsbrandmeister abgeben.

Erst Stellvertreter

Nahezu gleichzeitig wies Kreisbrandmeister Westendorf darauf hin, dass seine Amtszeit 2015 ende und man sich Gedanken um seinen Nachfolger machen solle. „Bürgermeisterin Lausch meinte, das sei doch die richtige Posten für mich“ berichtet Hoffbuhr, der sich selbst gar nicht als Kandidaten gesehen hatte, da er ohnehin nur eine Amtszeit von sechs Jahren gewählt werden konnte. Mit 63 Jahren endet der aktive Dienst aller Feuerwehrleute. Hoffbuhr wurde zunächst ein gutes Jahr stellvertretender Kreisbrandmeister, um dann in diesem Herbst Westendorfs Nachfolge anzutreten.

„Die Feuerwehren im Ammerland sind gut aufgestellt, auch um den Nachwuchs müssen wir uns bei unseren zahlreichen Kinder- und Jugendfeuerwehren nicht sorgen“, sagt der Vater zweier erwachsener Söhne, die zur Edewechter Feuerwehr gehören, und der begeisterter Großvater dreier Enkel.

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