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Keine Spur vom 1. Brandmeister

JUBILÄUM Feuerwehr Osterscheps bereitet sich auf ihr 75-jähriges Bestehen vor
BEI DER FAHRZEUGBESCHAFFUNG ERWIESEN SICH DIE KAMERADEN ALS EINFALLSREICH. BEREITS VOR 15 JAHREN WURDEN FRAUEN INTEGRIERT. EIN GROßES PROGRAMM IST FÜR DEN 10. MAI GEPLANT.

Quelle: Aus Nordwest Zeitung, Ammerland vom 05.05.2009     VON SVEN KAMIN

Kameraden der ersten Stunde: 1934 wurde in Osterscheps die Freiwillige Feuerwehr gegründet, erster Ortsbrandmeister war Heinrich Oltmanns, der bald von Willi Harms beerbt wurde. BILD: FF OSTERSCHEPS

 

OSTERSCHEPS - „Wir wissen, dass er Bäcker in Westerscheps war, aber dann verliert sich die Spur von Heinrich Oltmanns“, sagt Rolf Büsing, Ortsbrandmeister in Osterscheps. Heinrich Oltmanns, soviel zumindest ist gewiss, war vor genau 75 Jahren der erste Ortsbrandmeister der neu gegründeten Freiwilligen Feuerwehr in Osterscheps: „Er kann es aber nicht lange gewesen sein, denn schon ein paar Wochen später hat Willi Harms das Amt übernommen“, sagt Büsing. Als aktueller Ortsbrandmeister wühlt sich Büsing dieser Tage durch die Geschichte „seiner“ Wehr. Denn zum großen Festakt am 16. Mai will Büsing einen Rückblick auf 75 Jahre Freiwillige Feuerwehr in Osterscheps geben. Und da gibt es einiges zu berichten. Zum Beispiel von der Gründung im Jahr 1934 – wie alle öffentlichen Einrichtungen zu dieser Zeit unter dem Zeichen des Hakenkreuzes. Nach der Abschaffung der 1876/77 gegründeten Pflichtfeuerwehr, musste der Brandschutz für Oster- und Westerscheps mit einer Handdruckspritze von 1908 nun freiwillig organisiert werden.

Im Krieg wurde das Feuerwehrhaus zerstört. Bis zum Neubau eines neuen Feuerwehrhauses 1949 an der Hemeler Straße wurde das damalige Feuerwehrfahrzeug wieder in Edewecht untergestellt.

Gerade bei der Beschaffung eines eigenen Tanklöschfahrzeuges sollten sich die Osterschepser Kameraden 1983 als besonders findig erweisen. Der damalige Gemeindebrandmeister Hans Michaelsen hatte den Osterschepsern damals 3000 Mark für ein neues Tanklöschfahrzeug in Aussicht gestellt: „Natürlich hatte niemand damit gerechnet, dass wir dafür ein Fahrzeug bekommen, aber wir haben es geschafft“, freut sich Rolf Büsing immer noch diebisch. In Bochum habe man einen gebrauchten Unimog gekauft und mit viel Eigenarbeit wieder flott gemacht. Keinen Tag zu früh wie sich zeigen sollte, denn bei einem Flächenbrand sollte er sofort zum Einsatz kommen.

Ab Mitte der 1990er Jahre zogen dann auch Frauen mit in den Einsatz. Erste Kameradin war die auch heute noch aktive Dörte Henkensiefken: „Ich hab immer gewusst: Wenn ich etwas mache, dann Feuerwehr.“ Im Gegensatz zu vielen anderen Wehren sei die Integration recht reibungslos verlaufen. Inzwischen sind fünf der insgesamt 35 aktiven Osterschepser Feuerwehrleute Frauen.

Und natürlich gibt es auch für alle Kameraden derzeit eine Menge zu tun. Denn noch vor dem großen Festakt am 16. Mai will die Wehr die Öffentlichkeit mit einem Tag der offenen Tür schon am 10. Mai überraschen. Mit vielen Attraktionen (siehe Kasten) soll dann gefeiert werden.

Tag der offenen Tür und Festakt

Zur Feier des 75-jährigen Jubiläums lädt die Feuerwehr Osterscheps gleich zweimal ein:

Am 10. Mai gibt es den Tag der offenen Tür. Neben einer Feuerwehrolympiade zu der sich noch Vereins- und Straßenmannschaften anmelden können, gibt es eine Landung des Rettungshubschraubers, Feuerwehrfahrzeuge und Vorführungen historischer und moderner Löschmethoden.

Der 16. Mai startet mit dem offiziellen Festakt um 14 Uhr. Um 20 Uhr beginnt der Festball.

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