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Feuerwehren brennen auf Einheit

JUBILÄUM  Cloppenburg und Vechta wollen in oldenburgischen Verband zurück

Varel - Minister Schünemann ließ sich eine Zusage nicht entlocken. Erst im Herbst will er ein „klares Bekenntnis“ ablegen. Von Dagmar de Levie (NWZ 14.05.2007)

Ordenverleihung für Karl Heinz Funke

Mit der ersten Ehrenmedaille des Oldenburgischen Feuerwehrverbandes zeichnete
Regierungsbrandmister Gerd Junker (rechts) Karl-Heinz Funke aus.
                                                                                               BILD: DAGMAR DE LEVIE

VAREL- Der Oldenburgische Feuerwehrverband (OFV) demonstriert seinen Willen zur Geschlossenheit. Beim Festakt zum 125-jährigen Bestehen des Verbandes am Sonnabend in Varel machte sich Ex-Bundes- und Landesminister Karl-Heinz Funke (SPD, Dangast) im Hinblick auf eine Umorganisation des Brand- und Katastrophenschutzes zum Sprachrohr der Oldenburger Feuerwehren – und damit auch zum Interessenvertreter Cloppenburgs und Vechtas. Die Feuerwehren der beiden südoldenburgischen Kreise sind derzeit dem Emsland zugeordnet; sie wollen aber wieder Oldenburg angegliedert werden.

Der Feuerwehrverband verkörpere ein Stück Kulturgeschichte des Oldenburger Landes, sagte Funke. Es gelte, das historisch Gewachsene zu pflegen. „Das darf man nicht in Frage stellen“, wandte sich Funke an Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) und äußerte die „herzliche Bitte“: „Wir Oldenburger wollen den Selbstgestaltungswillen nicht aufgeben“.

Mit stehenden Ovationen dankten die Feuerwehren Funke, der gefordert hatte, das freiwillige Engagement der Männer und Frauen mehr zu würdigen. „Dass dies in das Bewusstsein der Menschen eindringen möge, das ist mein Wunsch“, sagte er.

In seiner Replik erkannte – der aus Holzminden stammende – Schünemann an: „Hier ist man stolz darauf, Oldenburger zu sein!“ In Südniedersachsen sei solches Regionalbewusstsein nicht so ausgeprägt. Jetzt müssten Fakten auf den Tisch. Das werde spätestens im Herbst geschehen, „und dann komme ich mit einem klaren Bekenntnis wieder,“ kündigte Schünemann an. Ob dieses Bekenntnis zugunsten der Cloppenburger und Vechtaer Interessen ausfällt, ließ der Minister offen. Immerhin sagte er in Varel weitere Investitionen für die Landesfeuerwehrschule in Loy (Kreis Ammerland) zu.

Regierungsbrandmeister Gerd Junker (Bockhorn) ließ die Geschichte des OFV Revue passieren. Am 14. August 1881 war bei einem Feuerwehrfest in Varel der Gedanke geboren worden, die Freiwilligen Feuerwehren des damaligen Großherzogtums Oldenburg in einem Verband zusammenzuschließen. Das geschah ein Jahr später in Oldenburg. Heute gehören dem OFV 9022 aktive Mitglieder an, in 99 Jugendfeuerwehren sind außerdem 1913 Mädchen und Jungen aktiv.

Zum 125-jährigen Bestehen hat der Verband eine Ehrenmedaille kreiert, die an verdiente Persönlichkeiten verliehen werden soll, wie Junker sagte. Erster Träger der Medaille ist seit Sonnabend Karl-Heinz Funke.

Am Ende wurde in Varel die Oldenburg-Hymne gesungen – und Innenminister Schünemann sang mit.
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