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Vier Minuten für 400 Meter

ZELTLAGER  Jugendfeuerwehrleute paddeln auf der Äußeren Graft um die Wette
Die Jugendfeuerwehr ging aufs Wasser. 400 Meter mussten mit Schlauchboot und Paddel bewältigt werden.

VON CHRISTIAN QUAPP 
NWZ vom 16.07.2007

Bild 
Paddeln was das Zeug hält: (v.l.) Thjorven (10), Alexander (14),
Kevin (11), Phillip (14) und Jessica (11) von der Jugendfeuerwehr
Golzwarden.                                         BILD: Christian Quapp

DELMENHORST - „Auf die Plätze. Fertig. Los!“ Dieses Kommando kennt jeder – die Fortbewegungsart, die am Dienstag die Jugendfeuerwehren auf der Äußeren Graft rund um die Delmenhorster Burginsel übten, ist dagegen eher ungewöhnlich. Auf dem Plan beim 16. Zeltlager der Jugendfeuerwehren im Oldenburgischen Feuerwehrverband (OFV) stand die erste Runde des Bootswettbewerbes.

Drei Schlauchboote hatte die Feuerwehr Bookholzberg mitgebracht und die sollten so schnell wie möglich über die 200 Meter lange Strecke und wieder zurück bewegt werden. Einen Motor gab es nicht, stattdessen jeweils vier stattliche Paddel, die – je nach Alter der Jugendfeuerwehrleute – durchaus genau so lang sein konnten wie die Jungen und Mädchen selbst.

„Schuhe aus, Hosen hochkrempeln“, empfahlen Wettbewerbsleiterin Christine Zirk und ihre Helfer von der Jugendfeuerwehr Delmenhorst, denn ganz trocken kam keiner der Teilnehmer aus dem Wasser zurück. Und das hatte für die Jungen und Mädchen, die sich in den vergangenen Tagen an das beheizte Delfina gewöhnt haben, nicht unbedingt die angenehmste Temperatur: „Gefühlte zehn Grad“, wertete der 16-jährige Renke von der Jugendfeuerwehr Golzwarden.

Wie warm oder kalt es wirklich war, hatte Christine Zirk nicht gemessen. „Wenn sie reinfallen, fallen sie eben rein, da macht die Temperatur nicht mehr viel aus“, so ihre Meinung. Zu einem solchen „Reinfall“ kam es aber zum Glück erst gar nicht. Alle waren mit Spaß bei der Sache und auch ein wenig ehrgeizig.

„Wenn wir nach rechts wollen, müssen wir links paddeln“, schärfte ein etwas erfahrener Junge dem Rest seiner Besatzung ein. Nicht bei allen kam diese Technik sofort an, deshalb liefen die Betreuer am Ufer mit und geben lautstarke Hinweise.

Bei der elfjährigen Sarah und ihrer Mannschaft aus Golzwarden half aber auch das nicht immer. „Einmal haben wir uns im Kreis gedreht“, erzählte sie etwas verschämt, aber trotzdem lachend, als sie wieder am Ufer stand. Wie Sarah und ihre Freunde können alle Gruppen mit sich zufrieden sein: Nur zwischen drei und vier Minuten brauchten sie für den Weg zur Markierungsleine und zurück.

Am Dienstagabend zog dann ein Unwetter mit Regen, Windböen und Gewitter über das Zeltlager hinweg. Am Ende verlief jedoch alles recht glimpflich.

„Wir hatten schon Feldbetten für ein Ausweichquartier geordert“, erklärte Harro Hartmann von der Lagerleitung am Mittwochmorgen. Eine Evakuierung, wie es sie im Landkreis Cuxhaven bei zwei Jugendfeuerwehrzeltlagern gab, war in Delmenhorst zum Glück nicht notwendig.

Die gefühlte Wassertemperatur liegt bei nur zehn Grad

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