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Handy Ortung für Leitstelle

Neues Handy-Ortungssystem soll „Ratespiel“ ein Ende machen 

Sven Hunger-Weiland (Hunte Report 19.11.2006)
Ammerland. Aus Spaß wurde in diesem Sommer ganz schnell Ernst für die Touristengruppe, die einen Wandertag entlang des Zwischenahner Meers gemacht hatte: Ein älterer Herr erlitt einen Herzinfarkt. Zum Glück hatten die Begleiter gleich die Handys gezückt, nur – wo in aller Welt war man überhaupt?
Für die Helfer in der Technischen Zentrale Elmendorf ist das ein fast alltäglicher Fall: „Oft ist es ein echtes Ratespiel, und nur durch Ortskenntnisse des einzelnen Disponenten ist zu ermitteln, wo sich der Notfall befindet“, erklärt Karl-Heinz Ficken, einer der Helfer, der die Notrufe entgegen nimmt. Klar, das dabei wertvolle Zeit verloren gehen kann. Dabei gehen rund 50 Prozent der Anrufe mittlerweile über das schnelle Handy ein – Tendenz steigend.
Die Lösung wurde im Frühjahr von der Björn-Steiger-Stiftung vorgestellt: Das internetgestütztes Ortungssystem „LiveService“, dass ein Handy während des Notrufes orten kann. Als einer der ersten Landkreises hat jetzt auch das Ammerland diesen von der Stiftung finanzierten und für die Kommunen kostenlosen Service eingeführt.
Bei dieser Methode wird der Anrufer entweder über einen bereits in vielen Handys integrierten GPS-Chip oder über die Funkzellen geortet, über die das Handy zum Zeitpunkt des Notrufes kommunizieren muss. Beide Methoden benötigen wenige Sekunden – bei der letzteren Ortungsmethode ist die Lokalisierung allerdings ungenauer. Der Disponent muss die Handynummer lediglich in das entsprechende Programm eingeben. Ein Sicherheitssystem, ähnlichen dem PIN/TAN-System bei Banken, das nur authorisierten Mitarbeitern zugänglich gemacht wird, soll die Datensicherheit gewährleisten.
„Wir haben jährlich rund eine Million Übernachtungsgäste im Ammerland, und auch nicht jeder Ammerländer weiß immer genau, wo er sich im Notfall befindet. Für uns ist diese Möglichkeit sehr erfreulich“, freut sich Landrat Jörg Bensberg.
„Prinzipiell werden alle Handys geortet, die bei „LiveService“ angemeldet sind“, erklärt Thomas Pflanz von der Björn-Steiger-Stiftung. Nur wenn der Helfer in der Zentrale Gefahr für Leib und Leben vermutet, dürfe er das Handy auch ohne Erlaubnis orten.
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