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Donnerstag, 5. September 2019 21:Sep

Druckvoll gegen Rauch und Hitze

LUF60 im Einsatz: Mit Hochdruck wurde der Nebel aus der Tiefgarage gepresst, die Zwischenahner Feuerwehrleute verfolgten die Demonstration gespannt.. LUF60 im Einsatz: Mit Hochdruck wurde der Nebel aus der Tiefgarage gepresst, die Zwischenahner Feuerwehrleute verfolgten die Demonstration gespannt.. Christian Quapp

Brände in Tiefgaragen sind eine besondere Herausforderung. Die Zwischenahner Brandschützer wollen auf den Fall der Fälle vorbereitet sein.

Bad Zwischenahn /Friesoythe Brände in Tiefgaragen stellen Feuerwehrleute vor besondere Herausforderungen. Wird so ein Brand gemeldet, geht es vor allem darum, Rauch und Hitze schnell aus dem Gebäude zu bekommen und so weitere Schäden zu vermeiden.

Und Tiefgaragen gibt es viele in Bad Zwischenahn. „Allein in direkter Umgebung des Feuerwehrhauses sind es zwölf“ sagt der Zwischenahner Ortsbrandmeister Martin Schreiber. Im Ort gibt es noch viele mehr.

 

Ein gutes Werkzeug zur Bekämpfung solcher Brände steht in Friesoythe, das Löschunterstützungsfahrzeug 60, kurz LUF60. Der Ferngesteuerte Roboter kann nicht nur löschen, er verfügt auch über ein Gebläse, dass sich optisch und akustisch mit einer Flugzeugturbine messen kann.

Im Notfall kann der LUF-Zug, gebildet aus Kräften der Freiwilligen Feuerwehren Friesoythe, Gehlenberg, Markhausen und Altenoythe binnen 25 Minuten in Bad Zwischenahn sein. Wie so ein Einsatz dann abläuft, davon konnten sich Einsatzkräfte der Zwischenahner Ortswehren am Dienstagabend überzeugen. Die Firma KCR hatte die kürzlich fertiggestellte Tiefgarage unter dem neun Vierkandthof gerne als Testobjekt zur Verfügung gestellt.

Vier Nebelmaschinen hatten dichten Rauch im Gebäude simuliert, bevor die Kräfte aus Friesoythe das LUF auf der Abfahrt zur Tiefgarage positionierten. Aus mehr als zehn Metern Entfernung wurde der Roboter erst genutzt, um riesige Mengen Luft ins Gebäude zu drücken, anschließend wurde es direkt an den Eingang gesteuert um den Nebel aus dem Gebäude zu saugen. Dichte Schwaden drangen aus der Garageneinfahrt und aus den Abluftöffnungen im Hof.

„Im wirklichen Brandfall wäre zusätzlich zum Gebläse noch ein Sprühnebel eingesetzt worden“, erläutert Schreiber, der sich die Funktionsweise von Markus Bothen von der Freiwilligen Feuerwehr Markhausen erläutern lies. „Bei einer Übung geht das natürlich nicht, wir hätten damit Wasser in jede Steckdose und jede elektrische Installation gedrückt und einen riesigen Schaden verursacht.“

Deshalb wurde die Löschfunktion mittels Sprühnebel nur im Freien demonstriert. „Für uns“, so Schreiber, war es vor allem wichtig zu sehen, wie das Gerät arbeitet und welche Infrastruktur es braucht. Da hat uns KCR eine gute Gelegenheit gegeben.“ Die Zwischenahner Feuerwehr arbeitet als nächstes daran, eine Übersicht über möglichst viele Tiefgaragen im Ort zu bekommen und für diese jeweils die optimalen Fahrwege auszuarbeiten um das LUF im Notfall zur besten Abluftöffnung zu steuern zu können.

Weitere Informationen

  • Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland
  • Datum: Donnerstag, 5. September 2019
  • Autor: Christian Quapp

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