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Montag, 22. Juli 2019 20:Jul

Urlaubszeit reduziert Wehren und erschwert Rettung

Eine Person musste laut Szenario vom Dach des alten Edeka-Marktes gerettet werden. Eine Person musste laut Szenario vom Dach des alten Edeka-Marktes gerettet werden. Erhard Drobinski

Ofen „Bei einem richtigen Einsatz hätten wir nachalarmieren müssen.“ Das war das erste Fazit, das Andreas Aßmann, Ortsbrandmeister (OBM) der Freiwilligen Feuerwehr Ofen, nach der Übung am Sonntag zog. Mit dem Ablauf war er insgesamt zufrieden, die gut 20 Feuerwehrkameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Ofen und Petersfehn arbeiteten die ihnen gestellten Aufgaben ohne größere Fehler ab.

 

Das Szenario

Um 9.35 Uhr wurden die beiden Wehren alarmiert. Sie wurden zum alten Edeka-Markt in Ofen gerufen. Dort, so das Szenario, war eine Gruppe Jugendlicher eingebrochen, um eine Party zu feiern, die dann aus dem Ruder lief. Durch ein Feuer entwickelte sich dichter Rauch, der die insgesamt zehn Personen daran hinderte, die Räume zu verlassen.

Die Feuerwehr hatte die Aufgabe, diese Personen zu suchen und zu retten, den Brand zu löschen und eine verletzte Person, die sich auf dem Dach befand, sicher nach unten zu bringen.

Gut zehn Minuten nach dem Alarm erreichte das erste Feuerwehrauto den Einsatzort. Der zweite Wagen konnte vorerst nicht eingesetzt werden, da es an Personal mangelte. Die Urlaubszeit machte sich hier bemerkbar. Zwar wurden alle Vermissten gefunden und gerettet, was aber etwas mehr Zeit in Anspruch nahm, weil die eingesetzte Mannschaft reduziert war. „Wir müssen natürlich schnellstmöglich alle Personen aus dem Gebäude herausholen. Das ist unser Maßstab: einzuschätzen, ob weitere Feuerwehrkameraden benötigt werden oder nicht. Lieber etwas mehr Einsatzkräfte als zu wenig“, so Aßmann.

Eine Rolle spielen

Für Paula kam die Rettung recht schnell. Sie gehörte mit zu den ersten, die von Feuerwehrleuten aus dem verqualmten Gebäude gezogen wurden. „Das war richtig interessant. Es ist spannend mitzuerleben, wie alles abläuft“, war sie von der Übung angetan. Sie musste wie die anderen warten, bis sie gefunden wurde. Bemerkbar machen konnte sie sich nicht, weil sie laut Order ohnmächtig war, hervorgerufen durch zu viel Alkohol und den Rauch.

Erstmals dabei

„Ich war heute zum ersten Mal bei solch einer Übung dabei“, erzählte die 14-Jährige, die selbst nicht in der Feuerwehr ist. „Ich fand es für mich gut zu erfahren, wie ich mich in einer solchen Lage zu verhalten habe.“ Trotz des Ernstes der Übung machte es ihr so viel Spaß, dass sie es noch einmal machen würde.

Weitere Informationen

  • Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland
  • Datum: Montag, 22. Juli 2019
  • Autor: Erhard Drobinski
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