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Mittwoch, 10. Juli 2019 20:Jul

Einsatzübung mit Verlängerung

Geschafft: Unter Atemschutz „retten“ die Einsatzkräfte 21 Patienten aus der Kurklinik. Geschafft: Unter Atemschutz „retten“ die Einsatzkräfte 21 Patienten aus der Kurklinik. Jens Schopp/Feuerwehr Wiefelstede

„Unerklärliche Rauchentwicklung in der MVKK“ lautet die Meldung, die die Wiefelsteder und Mollberger Feuerwehrleute am Montagabend um kurz vor 19 Uhr erreicht. Dass es sich um eine Übung handelt, weiß nur die Wehrleitung.

Wiefelstede Als der Alarm raus ist, stoppt Wiefelstedes Ortsbrandmeister Dennis Koopmann die Zeit. „Meist schaffen wir es, in rund acht Minuten am Einsatzort zu sein“, so der Ortsbrandmeister. Diese Marke unterbieten die Retter. Gleichwohl ruft Koopmann plötzlich: „Was macht denn der Schlauchwagen hier?“ Der rollt als zweites Fahrzeug vor die Mutter-Vater-Kind-Kurklinik vor. „Das war so nicht vorgesehen“, erklärt Wehr-Pressesprecher Heiko Pold die Minipanne. Am Ende stehen sechs Feuerwehrautos auf der Straße Alter Damm, die neben der Technik auch 30 Retter zu dem 160-Betten-Haus befördert haben.

 

Die Einsatzkräfte machen sich gleich an die Arbeit. In einer Seitenstraße wuchten zwei Männer die Pumpe aus dem Wagen, rollen rote und gelbe Schläuche aus, öffnen den Erdhydranten. Alles passiert zügig, aber nicht hektisch. Jeder Handgriff sitzt. Vor dem Eingang des Gebäudes legen die Kräfte der Atemschutztrupps die Ausrüstung an. Ihre Aufgabe: Sie sollen das mit Disconebel verqualmte Haus nach Personen durchsuchen. 21 Gäste der MVKK machen als Statisten mit. Alle Patienten des Hauses sind vorab von der Klinikleitung über die Übung informiert worden. Das Personal hat vorab schon einen Großteil des Hauses evakuiert. „Das hat hervorragend geklappt“, lobt Pold die Arbeit der Mitarbeiter.

Dennoch ist eine Gruppe Kinder auf einem Balkon „gefangen“. Der Weg raus ist völlig verraucht. Die Feuerwehr holt die Steckleitern vom Autodach. Ein Mann steigt auf den Balkon und verschnürt jedes Kind nacheinander mit einer Sicherungsleine, ehe er es über das Geländer auf die Leiter hievt.

„Unsere Übungsdienste haben sich bezahlt gemacht“, sagt Koopmann. Und mitten in seine Manöverkritik platzt ein echter Alarm: Um 20.38 Uhr wird Gasgeruch im Thienkamp gemeldet. Am Ende übernimmt der Versorger EWE den Fall.

Weitere Informationen

  • Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland
  • Datum: Mittwoch, 10. Juli 2019
  • Autor: Jens Schopp

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