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Samstag, 4. September 2021 07:08

Wie die Feuerwehr für den Ernstfall probt

Rettung einer verunfallten Person aus einem Hallenkomplex: Die Edewechter Feuerwehren probten auf dem Gelände des Deutschen Milchkontors für den Ernstfall. Rettung einer verunfallten Person aus einem Hallenkomplex: Die Edewechter Feuerwehren probten auf dem Gelände des Deutschen Milchkontors für den Ernstfall. Ortsfeuerwehr Edewecht

Ammoniak tritt auf dem Gelände des DMK in Edewecht aus. Vor Ort stellen die Einsatzkräfte fest, dass zudem eine Lagerhalle brennt und Personen vermisst werden. Zum Glück war das alles nur eine Übung.

Edewecht Ein Großaufgebot an Feuerwehrkräften macht sich auf den Weg zum Deutschen Milchkontor (DMK) im Edewechter Industriegebiet. Grund hierfür war die Meldung über ausgetretene Gefahrstoffe und eines Brandes auf dem Gelände. Glücklicherweise handelte es sich um eine Übung, die Renke Hoffbuhr, Tim Helmerichs und Dirk Gerdes-Röben von der Ortsfeuerwehr Edewecht zusammen mit Gemeindebrandmeister Hinrich Bischoff zu Ehren des scheidenden Kreisbrandmeisters Andree Hoffbuhr ausgearbeitet hatten.

Dieser wurde am Freitagabend von Landrat Jörg Bensberg in der Technischen Zentrale in Elmendorf verabschiedet. Mehr dazu lesen Sie am Wochenende auf NWZonline und am Montag in der Printausgabe. Nachfolger wird Friedrich Delmenhorst.

 

Notfalleinsatz simuliert

Angenommen wurde der Austritt von Ammoniak auf dem Gelände der DMK an der Industriestraße. Aufgrund dieser Lage wurde die Feuerwehr Edewecht alarmiert, die über eine Gefahrgutabteilung verfügt, und die Technische Zentrale (TZ) Elmendorf mit Sondergeräten für einen solchen Notfall. Zeitgleich wurde auch die neu gebildete Drohnengruppe des Landkreises zur Einsatzstelle entsandt. Die Einsatzleitung übernahm Kreisbrandmeister Andree Hoffbuhr, der vor Ort schnell feststellen musste, dass weitere Schadensereignisse auf dem Gelände passiert waren.

In einer Lagerhalle war es zu einem Brand gekommen – und es wurden Personen vermisst. Zudem brannte eine Müllpresse auf dem Gelände. Um der Lage Herr zu werden, forderte der Kreisbrandmeister die Feuerwehren Friedrichsfehn, Husbäke und Jeddeloh II an. Diese übernahmen in Gemeinschaftsarbeit die beiden neuen Szenarien, während die Feuerwehr Edewecht und der Gefahrgutzug der TZ den Gefahrstoffaustritt abarbeiteten.

Abdichten, löschen und suchen

Im Zuge der Übung mussten die Feuerwehren verschiedene Aufgaben lösen. So galt es, unter Vollschutzanzügen Leckagen abzudichten, in verrauchten Räumen Brände zu löschen, Personen zu suchen und Löschwasser über eine lange Wegstrecke heranzuführen. Die Drohnengruppe konnte erfolgreich Bilder an die Einsatzleitung übermitteln, die zur Lagefeststellung und Kontrolle einen erheblichen Mehrwert boten.

Nachdem der Übungsverantwortliche Renke Hoffbuhr am Ende nochmals den Übungsablauf erläutert hatte, übernahm Kreisbrandmeister Andree Hoffbuhr das Wort und dankte allen Beteiligten für die gelungene „Abschlussüberraschung“. Er sei mit dem Verlauf der Übung und der Leistung der Feuerwehren sehr zufrieden. Speziell dankte er auch dem DMK für die Möglichkeit, auf dem Gelände eine solche Übung durchführen zu dürfen.

Den Dankesworten an die Übungsverantwortlichen und Hoffbuhr schlossen sich der stellvertretende Kreisbrandmeister Jürgen Scheel, Gemeindebrandmeister Hinrich Bischoff, Heinz Schevel vom Polizeikommissariat Bad Zwischenahn und Bürgermeisterin Petra Lausch an. Zudem waren Vertreter des Landkreises, der Johanniter-Unfall-Hilfe aus Edewecht und des Roten Kreuzes Ammerland anwesend. Ein großer Dank ging auch an die vielen Verletztendarsteller, die ihren Job super gemacht hätten.

Weitere Informationen

  • Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland
  • Datum: Samstag, 4. September 2021
  • Autor: Arne Jürgens
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