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Montag, 7. Juni 2021 20:15

Unzählige Fische ersticken in der Süderbäke in Apen

Massives Fischsterben in der Süderbäke: Die Freiwillige Feuerwehr Apen half dabei, das Wasser wieder mit Sauerstoff anzureichern. Massives Fischsterben in der Süderbäke: Die Freiwillige Feuerwehr Apen half dabei, das Wasser wieder mit Sauerstoff anzureichern. Sportfischer-Verein Apen

Unzählige Fische sind am Freitag durch Sauerstoffmangel in der Süderbäke in Apen verendet. Die Feuerwehr unterstützte den Sportfischer-Verein mit Pumpen.

APEN Am Freitagnachmittag gingen zahlreiche Meldungen über tote und nach Luft schnappende Fische in der Süderbäke beim Vorstand des Sportfischer-Vereins Apen ein. Umgehend, so der Verein in einer Mitteilung vom Samstagabend, hätten sich die Vorstandsmitglieder und zahlreiche Helfer vor Ort eingefunden.

 

Sie konnten die Meldungen leider nur bestätigen. Insbesondere viele Kleinfische wie Haseln, Gründlinge und sonstiger Weißfisch trieben tot an der Oberfläche. Aber auch größere Hechte, Zander und Brassen wurden nicht verschont und trieben kieloben mit der Strömung davon. Zahlreiche Fische schnappten zudem an der Wasseroberfläche nach Luft.
An den Böschungen kamen Krabben und Aale auf das Land gekrochen – ein klares Anzeichen für Sauerstoffmangel. „Dies hat sich leider durch die Messungen bestätigt. Im Bereich war faktisch kein Sauerstoff mehr im Wasser gebunden“, heißt es in der Mitteilung des Vereins. Umgehend habe der Vorstand die Polizei und die Untere Wasserbehörde des Landkreises alarmiert.

Anzeige erstattet

Man habe sich darauf verständigt, die Freiwillige Feuerwehr Apen zu bitten, das Wasser in den besonders betroffenen Bereichen umzuwälzen und dadurch mit Sauerstoff anzureichern. Durch die von der Feuerwehr eingesetzten Pumpen gelang es, die „Wolke“ in Teilen zu brechen und zumindest ansatzweise tolerierbare Werte zu erhalten.

Ein direkter Verursacher konnte nicht sofort ausfindig gemacht werden, so der Vereinsvorstand. Es wird vermutet, dass es sich um eine Verkettung unglücklicher Umstände in Zusammenhang mit den starken Niederschlägen am Vortag handelte. Der SFV Apen hat zunächst Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Der genaue Schaden könne nicht beziffert werden.

Neben dem Leid der Lebewesen werden viele verendete Fische auf den Grund gesunken sein. Viele wurden noch am Abend von Vögeln als Nahrung aufgenommen. „Noch bedauerlicher ist, dass die Brut von diesem Jahr in diesem Bereich zerstört sein wird“, schreibt der Verein. Die Fische hatten aufgrund der bisherigen Kälte erst vor kurzem abgelaicht. Ohne Sauerstoff stirbt aber auch der Laich ab.

Verein bleibt wachsam

Am Samstag wurden weitere Messungen vorgenommen. Der Bereich mit den niedrigen Sauerstoffwerten war zwischenzeitlich in Augustfehn angelangt, aufgrund der Verdünnung waren die Werte jedoch im tolerierbaren Rahmen.
Vermutlich aufgrund der anhaltenden starken Regenfälle wurden jedoch im Laufe des Samstags weitere tote Fische im Vorfluter „An den Moorkämpen“ gemeldet.

Die Entwicklung der weiteren Tage bleibe abzuwarten, der SFV Apen werde die Gewässer im Auge behalten. Der Verein bedankte sich bei den zahlreichen eigenen Helfern aber insbesondere bei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Apen für die sofortige Unterstützung.

Weitere Informationen

  • Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland
  • Datum: Montag, 7. Juni 2021
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