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Samstag, 5. Juni 2021 20:36

Feuerwehr im Dauereinsatz gegen Wassermassen

Überflutete Straßen, Wasser in Kellern und Häusern: Nach einem Starkregen war die Feuerwehr in Bad Zwischenahn am Donnerstagabend im Dauereinsatz. Überflutete Straßen, Wasser in Kellern und Häusern: Nach einem Starkregen war die Feuerwehr in Bad Zwischenahn am Donnerstagabend im Dauereinsatz. Freiwillige Feuerwehr Bad Zwischenahn

Starkregen von unbekanntem Ausmaß ist am Donnerstagabend über Bad Zwischenahn niedergegangen. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz.

BAD ZWISCHENAHN /ROSTRUP Plötzlicher Starkregen hat am Donnerstagabend in Bad Zwischenahn die Kanalisation überlastet und für einen Dauereinsatz der freiwilligen Feuerwehr gesorgt. Wie der Bad Zwischenahner Ortsbrandmeister Martin Schreiber mitteilte, wurden die Einsatzkräfte ab circa 18.10 Uhr zu mehr als 20 verschiedenen Einsatzstellen gerufen. Mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr aus Ohrwege wurden die Einsätze Stück für Stück abgearbeitet.

 

In mehreren Straßenzügen in Bad Zwischenahn und Rostrup stand das Wasser so hoch, dass es in Keller und Häuser lief. Betroffen gewesen seien unter anderem die bekannten Zwillingsvillen und das Alte Kurhaus. Auch eine Baugrube sei voll Wasser gelaufen, zunächst habe die Befürchtung im Raum gestanden, dass durch die Wassermassen auch ein Baukran zum Einsturz kommen könnte.
Bis weit nach 21 Uhr, der Regen war zu diesem Zeitpunkt längst vorbei – waren die Einsatzkräfte in mehreren Trupps im Einsatz und verteilten Sandsäcke an verschiedenen Stellen im Ort. Schreiber rechnete damit, dass am Freitag noch weitere Schäden entdeckt werden könnten.

Ursachenforschung war am Freitagmorgen bei den Bad Zwischenahner Gemeindewerken für Wasser und Abwasser angesagt. Nach den massiven Überschwemmungen in Bad Zwischenahn und Rostrup stand das Telefon bei Lutz Schöbel, dem Leiter der Gemeindewerke, nicht still. „Das war das stärkste Regenereignis, das es bisher in Bad Zwischenahn gab, zumindest in meiner Zeit in Bad Zwischenahn“, sagte er unserer Redaktion. Ein Ingenieurbüro habe 40 Liter Wasser auf den Quadratmeter innerhalb einer halben Stunde gemessen, Uwe Frerichs, Leiter der Kläranlage, habe die Menge sogar auf 60 bis 70 Liter geschätzt.

„Für so viel Wasser kann man keinen Regenwasserkanal bauen“, sagte Schöbel. Die Gemeindewerke hätten in den vergangenen Jahren viel Geld in größere Kanäle und Regenrückhaltebecken investiert, wie etwa am Langenhof. Kanäle, die die Wassermengen vom Donnerstagabend aufnehmen könnten, würden aber schon räumlich nicht unter die Straßen passen, so Schöbel. Zudem seien auch die üblichen Abläufe in den Straßen nicht in der Lage, diese Mengen abzuleiten. „Das ist wie in einer Badewanne, wenn Sie da den Stöpsel ziehen, ist das Wasser auch nicht sofort weg.“ Er wies darauf hin, dass Grundstückseigentümer verpflichtet sind, Rückstauklappen in ihre Gebäude einzubauen. Bei Ereignissen wie am Donnerstag, wo das Wasser durch die Kanalisation in die Kellerräume der Häuser zurück gedrückt wurde, zeige sich dann, warum diese Klappen sinnvoll sind.

Weitere Informationen

  • Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland
  • Datum: Samstag, 5. Juni 2021
  • Autor: Christian Quapp
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