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Dienstag, 16. März 2021 10:Mär

Erste Ortsbrandmeisterin seit einem Jahr im Einsatz

Seit einem Jahr Ortsbrandmeisterin der Freiwilligen Feuerwehr Südbäke: Thalea Zörgiebel Seit einem Jahr Ortsbrandmeisterin der Freiwilligen Feuerwehr Südbäke: Thalea Zörgiebel Torsten von Reeken

Thalea Zörgiebel ist im Oldenburger Land die erste Frau an der Spitze einer Feuerwehr. Wegen Corona verlief das erste Jahr im Amt allerdings anders als gedacht.

SÜDBÄKE Keine Übungsdienste, keine Treffen mit Kameraden und keine Lehrgänge: So hatte sich Thalea Zörgiebel ihr erstes Jahr als Ortsbrandmeisterin der Freiwilligen Feuerwehr Südbäke nicht vorgestellt. „Ich wollte gerade starten, da kam der erste Lockdown“, erzählt die 30-Jährige. In ihr neues Amt sei sie daher noch gar nicht richtig reingekommen.

 

Vor gut einem Jahr war Thalea Zörgiebel zur ersten Ortsbrandmeisterin überhaupt im Oldenburger Land gewählt worden. Nach ihrer Wahl hatte sie damals gesagt: Viele junge Mädels denken ja, Feuerwehr das ist Männersache.“ Doch dem sei gar nicht so. „Frauen können genauso mitpowern wie Männer.“ Corona legte den Feuerwehrbetrieb jedoch lahm – mit Ausnahme der Einsätze. Und derer fuhr Südbäke als kleinste Einheit in der Gemeinde Rastede nur eine Handvoll. „Für mich war das gar nicht so schlecht“, erzählt Thalea Zörgiebel. Der Ausfall der Lehrgänge sei hingegen ärgerlicher gewesen.

Lehrgänge ausgefallen

„Meinen Truppführer-Lehrgang konnte ich noch bei der Berufsfeuerwehr Oldenburg machen“, berichtet die 30-Jährige. Einen Atemschutzgeräteträger-Lehrgang hatte sie in Elmendorf angefangen, wegen Corona musste er aber abgebrochen werden. „Wenn’s gut läuft, kann ich den im Mai nachholen“, hofft sie.

Bereits auf das kommende Jahr verschoben worden sei hingegen der Gruppenführer-Lehrgang. Das Problem daran: Erst einmal hat Thalea Zörgiebel den Posten der Ortsbrandmeisterin nur kommissarisch inne. Offiziell wird es erst, wenn sie die nötigen Lehrgänge vorweisen kann. Sie hofft, dass zumindest Übungsdienste bald wieder erlaubt sein werden. „Die Dienste fehlen mir“, sagt die 30-Jährige. Es sei schließlich wichtig, dass alle Handgriffe richtig sitzen. Man müsse sich auf seine Kameraden ja auch verlassen können.

Für Thalea Zörgiebel wären die Übungstreffen darüber hinaus eine Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln, wie man eine Gruppe anleitet. „Bisher war es immer so, dass mir Aufgaben zugeteilt wurden. Jetzt muss ich selbst Aufgaben verteilen“, erklärt sie.

Auf digitale Übungsdienste habe sie in Südbäke allerdings verzichtet, sagt Thalea Zörgiebel. Sie hätten einen Dienst gemeinsam mit anderen Kameraden vor Ort auch nicht ersetzen können. Alle zwei Wochen treffe sie sich aber zur Videokonferenz der Ortsbrandmeister. Für die Zukunft könnte es sich Thalea Zörgiebel vorstellen, in Südbäke eine Kinder- oder Jugendfeuerwehr zu gründen. Sie hofft, auf diese Weise Nachwuchs für die Einheit begeistern zu können. Aktuell gehören der Ortswehr 22 Aktive an.

Zweites Fahrzeug

Auf ihrer Wunschliste steht zudem ein zweites Einsatzfahrzeug. „Wir hätten gerne ein kleineres Fahrzeug, das für Einsätze in Moorgebieten geeignet ist“, erläutert sie. Der Löschbezirk Südbäke umfasst neben landwirtschaftlichen Bereichen auch Moor.

Weitere Informationen

  • Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland
  • Datum: Dienstag, 16. März 2021
  • Autor: Frank Jacob
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