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Freitag, 5. März 2021 10:Mär

Vom Säure-Einsatz bis zum Großbrand

Einer der größeren Einsätze der Wiefelsteder Wehren: Bei der Raiffeisengenossenschaft in Spohle war Ende August Ameisensäure ausgelaufen. Einer der größeren Einsätze der Wiefelsteder Wehren: Bei der Raiffeisengenossenschaft in Spohle war Ende August Ameisensäure ausgelaufen. Jens Schopp

135 Einsätze fuhren die Feuerwehren der Gemeinde Wiefelstede im vergangenen Jahr. Und auch bei den Rettern war vieles von Corona bestimmt.

WIEFELSTEDE Es sei ein Jahr der Ausfälle gewesen, sagt Wiefelstedes Gemeindebrandmeister Heiko Bruns. Geplante Übungen seien ausgefallen, Versammlungen hätten nicht stattfinden können und die Kreisverbandstagung der Feuerwehr, die eigentlich in Spohle angesetzt war, fand ebenfalls nicht statt. Corona legte vieles bei der Freiwilligen Feuerwehr lahm.

 

„Wir leben vom Üben“, sagt Bruns. Und das sei in diesen Coronazeiten sehr schwierig. Die letzte größere Übung habe vergangenes Jahr in Gristede stattgefunden. Dort wurde ein Waldbrandszenario mit Kräften aus dem ganzen Ammerland simuliert, weiß Bruns.
Dass man sich nun bei den Dienstabenden über Video zusammenschalte und bei der Theorie dran bleibe, sei besser als gar nichts, so der Gemeindebrandmeister. Aber: „Am Ende müssen im Ernstfall die Handgriffe sitzen. Da leidet ohne Training die Routine.“

Heiko Bruns hofft, dass vielleicht nach Ostern wieder etwas in Sachen Übung möglich sein könnte. Und: In diesem Jahr müsse wieder eine Gemeindeübung der sechs Wehren stattfinden.

135 Einsätze leisteten die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Wiefelstede im vergangenen Jahr. Dabei kamen 4864 Einsatzstunden zusammen. Der umfangreichste Einsatz war der Großbrand beim Metjendorfer Entsorgungsbetrieb Plömacher im Frühjahr. Kein Wunder, dass die Ortswehr Metjendorf 1618 Stunden in 27 Einsätzen abriss. Zum Vergleich: Die Ortswehr Mollberg war ebenfalls 27 Mal im Einsatz, kommt aber nur auf 460 Stunden. Die weitere Aufschlüsselung: Gristede 10 Einsätze (308 Stunden), Neuenkruge-Borbeck 22 Einsätze (793 Stunden), Spohle 21 Einsätze (404 Stunden) und Wiefelstede 28 (1281 Stunden).

230 aktive Mitglieder zählt die Feuerwehr der Gemeinde Wiefelstede. Dazu kommen noch einmal 61 Mitglieder in den Altersabteilungen, schreibt Heiko Pold, Sprecher der Feuerwehr Wiefelstede.

2 Jugendfeuerwehren existieren in der Gemeinde Wiefelstede. Das sind die Gruppen im Kernort Wiefelstede und in Metjendorf. Zusammen kommen sie auf 45 Mitglieder. Auch sie waren in ihren Aktivitäten arg eingeschränkt. Beispielsweise fiel die Teilnahme an einem Zeltlager wegen Corona aus. Wechselweise findet in einem Jahr ein Landes- und zwei Jahre später ein Kreiszeltlager an.
2 Kinderfeuerwehren gibt es in der Gemeinde. Ebenfalls in Wiefelstede und Metjendorf. 58 Nachwuchsretter treffen sich regelmäßig. Beide Kinderwehren wurden im vergangenen Jahr fünf Jahre alt, konnten aber wegen Corona die kleinen Jubiläen nicht feiern.

Weitere Informationen

  • Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland
  • Datum: Freitag, 5. März 2021
  • Autor: Jens Schopp
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