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Montag, 23. November 2020 21:Nov

Es wird brenzlig bei der Feuerwehr

Immer einsatzbereit, aber auf der Suche nach Nachwuchs (v.li.): Ortsbrandmeister Ralf Hobbensiefken, Stellvertreter Matthias Degenhardt und Gruppenführer Tim Nixdorf. Immer einsatzbereit, aber auf der Suche nach Nachwuchs (v.li.): Ortsbrandmeister Ralf Hobbensiefken, Stellvertreter Matthias Degenhardt und Gruppenführer Tim Nixdorf. Katja Lüers

Die Ausbildung bei den Freiwilligen Feuerwehren in Westerstede liegt auf Eis. Und so manch einer merkt in Corona-Zeiten, dass es auch auf dem Sofa schön ist.

Westerstede Eigentlich lief es mit dem Nachwuchs bei der Freiwilligen Feuerwehr Westerstede richtig gut. Aber in Corona-Zeiten fangen viele Sätze mit den Worten „Eigentlich..., aber...“ an.

 

Bei Null anfangen

„Wir hatten es wirklich geschafft, die Leute zu motivieren“, sagt Matthias Degenhardt, der stellvertretende Ortsbrandmeister. Es gab vor dem ersten Lockdown sogar so viele Anfragen, dass es für die Ausbildung schon eine Warteliste gab. „Aber nun ist alles weg, wir fangen bei Null an“, bringt es Degenhardt auf den Punkt.

Und wann dieser Neuanfang überhaupt beginnt, steht noch in den Sternen.

Tatort Sofa

„Erschwerend kommt hinzu, dass die, die sonst kamen, auch wegbleiben, weil sie merken, dass es ganz gut ohne Feuerwehr geht“, resümiert Tim Nixdorf, der sich zum einen als ehrenamtlicher Gruppenführer bei der Freiwilligen Feuerwehr Westerstede engagiert und zum anderen hauptberuflich als Feuerwehrmann arbeitet und damit einen guten Blick auf den Nachwuchs insgesamt hat.

Ihn beunruhigt vor allem der Trend, dass der Bestand schwindet, dass die Menschen das Sofa bevorzugen, statt sich zu engagieren. Corona spielt dieser Entwicklung in die Karten. Und da zurzeit die gesamte Ausbildung bei den Freiwilligen Feuerwehren auf Eis liegt, kommt nichts nach.

Es wird eng

Nun wird der eine oder die andere an dieser Stelle zu recht behaupten, dass in vielen Vereinen oder ehrenamtlichen Organisationen Nachwuchssorgen bestehen. Der feine, aber entscheidende Unterschied: Wenn es irgendwo in Westerstede brennt und nicht genügend Feuerwehrmänner und -frauen einspringen können, wird es gefährlich für die Menschen. „Wir haben Probleme, die Einsatzwagen zu besetzen“, so Degenhardt.

Als die Tennishalle 2019 in Flammen stand, wurde jeder Mann und jede Frau der rund 60-Personen-starken Freiwilligen Feuerwehr Westerstede gebraucht. „300 Meter Schlauchleitung lassen sich nicht von allein verlegen“, so Ortsbrandmeister Ralf Hobbensiefken. Deshalb ist es ihm ein Anliegen, wieder mehr Menschen für die Freiwillige Feuerwehr zu gewinnen: „Wir können jeden und jede gebrauchen.“

Spezialisten gesucht

Gesucht werden Allrounder und Spezialisten zwischen 16 und 67: Jemand, der beispielsweise fit in IT ist, kann durchaus bei der Feuerwehr aushelfen. Schließlich spielt die Digitalisierung auch im Ehrenamt eine immer größere Rolle.

Weitere Informationen

  • Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland
  • Datum: Montag, 23. November 2020
  • Autor: Katja Lüers
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