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Mittwoch, 28. Oktober 2020 20:Okt

Bombe in Rostrup entschärft

Erfolgreich entschärft (von links): Sprengmeister Michael Crölle und seine Kollegen Christoph Coldewey, Detlef Speckmann und Jörg Lange-Chudziak machten die Fliegerbombe unschädlich. Erfolgreich entschärft (von links): Sprengmeister Michael Crölle und seine Kollegen Christoph Coldewey, Detlef Speckmann und Jörg Lange-Chudziak machten die Fliegerbombe unschädlich. Piet Meyer

Es dauerte lange, bis die 250-Kilo-Bombe entschärft war. Der Sprengmeister hatte zwischenzeitlich sogar geplant, sie kontrolliert zu sprengen.

Bad Zwischenahn Knapp eine Stunde hatte Sprengmeister Michael Crölle am Dienstagabend schon versucht, die 250-Kilo-Bombe auf dem ehemaligen Bundeswehrkrankenhausgelände in Rostrup zu entschärfen. Und eigentlich hatte er auch schon beschlossen, den Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg zur Sicherheit doch komplett zu sprengen.

 

Einer von zwei Zündern habe sich zunächst herausdrehen lassen, sei dann aber abgerissen, so Crölle. Empfindliche Teile seien in der Bombe stecken geblieben. Ein letzter Versuch brachte aber gegen 18.35 Uhr den Erfolg. Der zweite – vermeintlich schwerer zu entschärfende – Zünder sei leichter zu entfernen gewesen. „Es war eine Herausforderung, vor allem der sehr gute Zustand der Bombe hat uns überrascht“, so Crölle.

Fund am Morgen

Am Dienstagmorgen war die Bombe gefunden worden – in einem Bereich, der nach jahrelangen Räumarbeiten auf dem Gelände als kampfmittelfrei galt. Allerdings, so erklärte Ordnungsamtsleiter Timo Tapken, gab es in diesem Bereich noch einige asphaltierte Wege und Abstellflächen. Unter einer dieser Flächen tauchte die amerikanische Fliegerbombe bei Baggerarbeiten auf.

Wohnungen evakuiert

Vor dem Entschärfungsversuch war ab Dienstagmittag eine große Evakuierungsaktion in Rostrup gelaufen. Rund 120 Einsatzkräfte aus mehreren Ortswehren und Rettungsorganisationen sowie zahlreiche Polizisten waren herbeigerufen worden, um rund 800 Bewohner aus den Häusern in einem Radius von 1000 Metern um den Fundort zu holen, in Sicherheit zu bringen und zu betreuen.

Polizeibeamte und Feuerwehrleute gingen von Haus zu Haus, auch der Seerundweg und alle weitere Wege wurden abgefahren und gesperrt. Die Schulen im betroffenen Bereich schlossen früher. Im Park der Gärten, dessen Saison bereits beendet ist, mussten nur die Mitarbeiter informiert werden.

Bis zur endgültigen Entwarnung dauerte es am Abend noch bis kurz nach 19 Uhr – dann waren auch die Zünder unschädlich gemacht und die Rostruper konnten nach langer Wartezeit endlich wieder nach Hause.

Weitere Informationen

  • Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland
  • Datum: Mittwoch, 28. Oktober 2020
  • Autor: Christian Quapp und Ellen Kranz
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