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Mittwoch, 21. Oktober 2020 07:Okt

Kuh fällt in Güllegrube - und wird mit Kran gerettet

Noch nicht überzeugt von der Rettungsmaßnahme: Die Kuh steckt in einer Güllegrube fest, Einsatzkräfte haben Gurte angebracht, um sie herauszuziehen. Noch nicht überzeugt von der Rettungsmaßnahme: Die Kuh steckt in einer Güllegrube fest, Einsatzkräfte haben Gurte angebracht, um sie herauszuziehen. Andre van Elten

Eigentlich wollte sich eine Kuh nur kurz die Hufe vertreten – sie landete allerdings in einer Güllegrube. Die Feuerwehr konnte das Tier auf dem Bauernhof in Wittenberge wieder befreien.

Wittenberge /Edewecht Aus einer misslichen Lage haben Feuerwehrkräfte aus Edewecht am Dienstagmorgen eine Kuh befreit. Das ausgewachsene Tier steckte bis zum Hals in einer Güllegrube fest und kam dort nicht mehr von selbst heraus. Also musste die Feuerwehr zu einem tierischen Rettungseinsatz auf dem landwirtschaftlichen Hof in Wittenberge ausrücken, wo die Kuh im Schlamassel steckte. „Großtierrettung“ nennt sich die Einsatzbeschreibung im Feuerwehr-Jargon.

 

„Die Kuh ist ausgebüxt und in einem unter dem Stall liegenden Gülleschacht eingebrochen“, sagt Dirk Gerdes-Röben, Zugführer und Pressewart bei der Freiwilligen Feuerwehr Edewecht. Der Schacht sei mit Bohlen abgedeckt gewesen, die unter dem Gewicht der Kuh nachgaben. Als sie sich selbst befreien wollte, sank sie immer tiefer in die Grube hinein.

Bis zum Kopf in Gülle

Beim Eintreffen der Feuerwehren aus Osterscheps, Edewecht und Husbäke hätten sich der Landwirt und eine Mitarbeiterin um die Kuh gekümmert. „Das Tier war vom Stalleingang aus zu sehen und stand bis fast zum Kopf in der Gülle“, beschreibt Gerdes-Röben die knifflige Situation.

Doch wie befreit man eine Kuh, die zwischen 500 und 800 Kilogramm wiegt, aus einer tiefen Grube? Zunächst sei das Tier ruhig gewesen, berichtet der Pressewart. Als ein Mitarbeiter der Feuerwehr Osterscheps in die Grube herabstieg, um das Tier für die Bergung zu sichern, wurde es aufgeregter. „Die Situation war nicht ganz ungefährlich“, sagt Gerdes-Röben. Allerdings sei es dem Feuerwehrmann, der selbst Landwirt ist, gelungen, die große Kuh wieder zu beruhigen. Mit vereinten Kräften wurden dann unter dem Tier stabile Gurte durchgeführt.

Mit einem Kran, der zwischenzeitlich von der Technischen Zentrale in Elmendorf angefordert worden war, wurde die Kuh schließlich langsam mit den Bändern in Richtung Grubenöffnung gezogen. Dabei wurden Bohlen unter das Tier gelegt, damit es selbst Halt finden kann. „Das ist unter der ständigen Aufsicht eines Tierarztes passiert“, erklärt Gerdes-Röben.

Dreckig geworden

Parallel dazu standen Einsatzkräfte bereit, die von Kopf bis Fuß in Chemieanzüge gekleidet waren. Sie hätten ebenfalls in die Grube klettern können – der Einsatz war aber nicht vonnöten. Wichtig ist: „Der Kuh ging’s gut und auch den Einsatzkräften. Auch wenn einige ordentlich dreckig geworden sind“, sagt Gerdes-Röben. Nicht überliefert ist, wie die Feuerwehrleute gerochen haben, als sie zu Hause ankamen. Auch der Tierarzt konnte unverrichteter Dinge abrücken – und das Tier wurde zurück in den Stall geführt.

Großtierrettung

Zum Einsatz bei dem landwirtschaftlichen Betrieb in Wittenberge wurden die Ortsfeuerwehren aus Osterscheps, Edewecht und Husbäke gerufen. Zudem kam die technische Zentrale mit einem Kran aus Elmendorf – und ein Rettungswagen stand zum Schutz der Feuerwehrleute bereit. Insgesamt waren rund 35 Einsatzkräfte an der Rettung der Kuh beteiligt. „Da wir im Schichtsystem arbeiten, wird immer höher alarmiert“, sagt Pressewart Dirk Gerdes-Röben.

Im ländlichen Raum kämen Großtierrettungen laut Gerdes-Röben schon mal vor – aber nicht öfter als alle zwei Jahre einmal.

Weitere Informationen

  • Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland
  • Datum: Mittwoch, 21. Oktober 2020
  • Autor: Arne Jürgens
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