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Donnerstag, 15. Oktober 2020 21:Okt

Feuerwehr Wiefelstede schlägt Alarm

Da haben die Wiefelsteder Wehren gezeigt, was sie drauf haben: Den Großbrand beim Entsorger Plömacher haben die Einsatzkräfte professionell abgearbeitet. Da haben die Wiefelsteder Wehren gezeigt, was sie drauf haben: Den Großbrand beim Entsorger Plömacher haben die Einsatzkräfte professionell abgearbeitet. Jens Schopp

Der Wiefelsteder Gemeindebrandmeister hat ein großes Problem. Er braucht dringend Nachwuchs in den Feuerwehren der Gemeinde. Die Wehrleitung erklärt, was den Dienst attraktiv macht.

Wiefelstede Wiefelstedes Gemeindebrandmeister Heiko Bruns hat ein Problem: Er sucht händeringend neue Leute für die Wehren der Gemeinde. Denn laut dem neuen Feuerwehrbedarfsplan fehlen Einsatzkräfte. Und zwar nicht zu wenig.

Bruns macht es am Beispiel der Wiefelsteder Feuerwehr deutlich. „Die hat 60 Aktive. Laut den Berechnungen brauchen wir aber 90“, sagt der Gemeindebrandmeister. Der Gutachter, der den Feuerwehrbedarfsplan für die Gemeinde erstellt hat, rechnet nämlich wie folgt: 30 Wehrleute sind immer da, 30 im Urlaub und 30 arbeiten auswärts.

 

Werben für den Dienst

Bruns wäre froh, wenn er 30 Leute in der Tagesbereitschaft hätte. „Die Tagesbereitschaft ist manchmal erschreckend“, sagt auch Heiko Pold, Sprecher der Wiefelsteder Feuerwehr. Dass die Wehren dennoch auch einen Großeinsatz am Tage professionell abarbeiten können, hat der Einsatz beim Großbrand bei dem Metjendorfer Entsorger Plömacher im Frühjahr gezeigt.

Die beiden Feuerwehrleute wollen für ihren Feuerwehrdienst werben. „Da kommt doch alles zusammen. Technik, soziales Miteinander und die Hilfe für andere Menschen“, sagt Pold, der selbst Feuerwehrmann mit Leib und Seele ist.

Man müsse irgendwie die Leute motivieren, sagen Bruns und Pold. Das ist aber in diesen Tagen schwierig. Stichwort: Corona. Die Wehr kann aus Hygienegründen keine große Übung fahren, um sich dabei beispielsweise auch präsentieren zu können.

In der Vergangenheit hat die Wehr beispielsweise einen Flohmarkt veranstaltet oder zusammen mit der Kirche einen Gottesdienst im Feuerwehrgerätehaus gefeiert. Auch bei der Gewerbeschau haben sich die Wiefelsteder Retter regelmäßig präsentiert. „Das ist jetzt alles flach gefallen“, sagt Bruns.

Die Wehren können in diesen Tagen auch nur mehr oder weniger eingeschränkt ihre Dienste leisten. „Mit mehr als 20 Leuten dürfen wir uns nicht treffen“, sagt der Gemeindebrandmeister.

Löschen bis 67

Die Wehr versucht, ihren Nachwuchs über die Kinder- und Jugendfeuerwehren in Wiefelstede und Metjendorf zu rekrutieren. „Zwei bis drei Jugendliche wechseln pro Jahr von der Jugendfeuerwehr zu den Aktiven“, weiß Pold. Mit 16 Jahren können die Jugendlichen zu den Senioren wechseln oder noch zwei Jahre in der Jugendfeuerwehr bleiben.

Mit 67 Jahren haben sie dann ihre Altersgrenze erreicht, mit der sie ausscheiden müssen. Der Landtag in Hannover hat die vor zwei Jahren von 63 auf 67 Jahre angehoben. Hintergrund ist der demografische Wandel.

Weitere Informationen

  • Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland
  • Datum: Donnerstag, 15. Oktober 2020
  • Autor: Jens Schopp
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