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Mittwoch, 15. Juli 2020 06:Jul

Masken gehören bei der Wehr in Apen dazu

Neue Masken für die Feuerwehrfahrzeuge: Apens Gemeindebrandmeister Hartmut Bollen, auch Mitglied der Aper Feuerwehr, legt für den nächsten Einsatz Mund- und Nasenschutz-Masken auf die Sitze. Neue Masken für die Feuerwehrfahrzeuge: Apens Gemeindebrandmeister Hartmut Bollen, auch Mitglied der Aper Feuerwehr, legt für den nächsten Einsatz Mund- und Nasenschutz-Masken auf die Sitze. Doris Grove-Mittwede

Eigenschutz spielt bei den Feuerwehrleuten in der Gemeinde Apen stets eine große Rolle. Doch können Mindestabstände bei Einsätzen eingehalten werden? Wer löscht, birgt, rettet und schützt, wenn Feuerwehrleute sich infizieren?

Apen „Wir sind auch in Corona-Zeiten so aufgestellt, dass wir unsere Aufgaben gut erfüllen können“, sagt Hartmut Bollen, Gemeindebrandmeister in Apen, und legt neue Mund-Nasen-Schutzmasken auf die Sitze in den Aper Feuerwehrwagen. Die Masken gehören für die Feuerwehrleute inzwischen zur Standardausrüstung.

„In unseren Einsatzfahrzeugen können wir natürlich nicht den Sicherheitsabstand einhalten und auch beim Einsatz ist der kaum zu realisieren. Deshalb ist der Mund-Nasen-Schutz zusätzlich zu unserer Ausrüstung wichtig und die Feuerwehrleute unserer vier Wehren tragen sie auch.“

 

Eigenschutz

Eigenschutz hat bei den freiwilligen Helfern oberste Priorität. Bevor gelöscht, geborgen, gerettet oder geschützt werden kann, müssen sich Feuerwehrleute so ausstatten und verhalten, dass sie sich selbst nicht gefährden. Das gilt natürlich auch beim Einsatz. „Selbstschutz haben wir quasi im Blut“, sagt Gemeindebrandmeister Bollen. Deshalb würden die Dienstanweisungen in Corona-Zeiten auch leicht umzusetzen sein. „Wir Feuerwehrleute wollen, was das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes betrifft, gerade in diesen Pandemie-Zeiten auch Vorbild für die Bevölkerung sein.“ Und natürlich wasche man sich vermehrt die Hände und Fahrzeuge und Gerätschaften würden nach Einsätzen nicht nur gesäubert, sondern auch desinfiziert.

Für ihren eigenen Schutz seien die aktiven Mitglieder der Freiwilligen Wehren Apen, Bokel-Augustfehn, Godensholt und Nordloh-Tange ohnehin gut ausgestattet. „Wir alle haben gute Einsatzkleidung und Atemschutz.“ Letzteren benötige man, so Bollen, bei vielen Einsätzen, nicht nur bei Hausbränden, sondern z.B. auch bei Pkw-Bränden, weil heutzutage in Autos sehr viele Kunststoffe verbaut seien und beim Fahrzeugbrand giftige Dämpfe entstünden.

Schichtsystem

Und wer löscht, birgt, rettet und schützt, wenn sich einer der Feuerwehrleute aus der Gemeinde Apen mit Corona infiziert? Müssen dann alle Wehrmitglieder in Quarantäne und eine komplette Wehr ist nicht mehr einsatzfähig?

„Wir arbeiten nicht nur in der Gemeinde Apen, sondern bei allen Wehren im gesamten Landkreis in einem Schichtensystem. Das haben wir auf Landkreisebene so vereinbart“, sagt Bollen. „Das heißt, in allen Wehren und Gemeinden – auch bei uns in Apen – gibt es zwei unabhängig voneinander arbeitende Einsatzteams.“ An geraden Tagen werde das eine Team bei Einsätzen alarmiert und an ungeraden das andere. In den vier Wehren in der Gemeinde Apen gäbe es insgesamt rund 190 Aktive, so dass jedes der Einsatzteams aller vier Wehren rund 95 Feuerwehrleute umfasse.

Bollen: „Wir hatten in der Gemeinde Apen in den vergangenen Monaten das Glück, dass es kaum Coronafälle gab. Und unsere Einsätze befanden sich auch im normalen Rahmen, dazu gehörten unter anderem Hilfeleistungen bei Unfällen, Hilfe bei voll gelaufenen Kellern nach starken Regenfällen und der Hausbrand an der Friesenstraße.

Früher sei es üblich gewesen, dass Feuerwehrleute vielfach noch in einem Privatwagen zu Einsätzen gekommen seien, wenn die Einsatzfahrzeuge bereits voll besetzt waren. Darauf verzichte man jetzt, sondern fordere dann – wenn die Lage es erfordere – eine weitere Einheit an.

Sehr gut sei die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Apen. „Henning Jürgens vom Ordnungsamt pflegt immer einen engen Kontakt zu uns“, lobt Gemeindebrandmeister Bollen. Das sei, gerade zu Beginn der Corona-Pandemie, als sich vieles kurzfristig änderte, besonders wichtig gewesen.

Freude aufs Training

Seit Mitte März habe es rund zweieinhalb Monate keinen Dienstbetrieb mehr in den Aper Wehren gegeben, nun fänden sie wieder statt – allerdings für Gruppen bis maximal 12 bis 15 Leuten. „Es ist wichtig, sich zu treffen, um auch Arbeitsabläufe wieder zu trainieren, damit im Einsatz alles gut läuft“, sagt Bollen. Die Feuerwehrleute hätten die Treffen, den Austausch und das Training vermisst. Ab 1. September sollen – so ist es ammerlandweit geplant – auch wieder regelmäßig Treffen der Kinder- und Jugendfeuerwehren ausgerichtet werden.

Weitere Informationen

  • Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland
  • Datum: Montag, 13. Juli 2020
  • Autor: Doris Grove-Mittwede
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