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Mittwoch, 8. Juli 2020 15:Jul

Feuerwehr bereit für Brände in Moor und Wald

Soll angeschafft werden: ein Tanklöschfahrzeug 4000, wie es hier in Bösel zum Einsatz kommt. Soll angeschafft werden: ein Tanklöschfahrzeug 4000, wie es hier in Bösel zum Einsatz kommt. Wilfried Leser

Die Feuerwehren in Edewecht sollen neue, modernere Ausrüstung erhalten. In Bereichen mit schlechter Wasserversorgung kann das neue Tanklöschfahrzeug 4000 mit seinem großen Tank helfen. Wie wird das Fahrzeug künftig sonst noch eingesetzt?

Edewecht Neuer, digitaler und sicherer: Die Feuerwehren in Edewecht rüsten ihre Einsatzkräfte weiter auf. Neben moderner Ausrüstung sollen ein Löschfahrzeug und ein Einsatzleitwagen angeschafft werden. Im Feuerwehrausschuss wurden die Pläne am Dienstagabend auf den Weg gebracht. „Die Notwendigkeit, ein neues Löschfahrzeug anzuschaffen besteht, weil wir immer häufiger mit Vegetationsbränden zu tun haben. Das hängt auch mit dem Klimawandel zusammen“, sagt Feuerwehrsachbearbeiter Dirk Gerdes-Röben.

 

Löschfahrzeug kaufen

Moderne Feuerwehrtechnik wird künftig mit einem Tanklöschfahrzeug (TLF) 4000 nach Edewecht kommen. Es soll das ältere TLF 16/25 der Ortsfeuerwehr Edewecht ersetzen. Es sei schon länger bekannt, dass das Altfahrzeug von 1993 über eine sehr schlechte Bausubstanz verfügt und in den vergangenen Jahren mehrfach für erhebliches Geld instandgesetzt werden musste. Es habe laut Verwaltung vorrangig Probleme mit der Bremsanlage, der Vorderachse und erhebliche Korrosionsschäden.

Geplant ist deshalb die Beschaffung eines TLF 4000 mit großem Wasservorrat. Dem Fahrzeug kommt damit eine besondere Rolle bei Bränden in Bereichen mit schlechter Wasserversorgung zu. „Wenn es beispielsweise im Wildenloh oder im Moor brennt, kann das Fahrzeug als Wasserpuffer für die kleineren und wesentlich geländefähigeren Tanklöschfahrzeuge der Nachbarfeuerwehren genutzt werden“, erklärt Gerdes-Röben.

Aufgrund des geplanten Einbaues eines festen Wasserwerfers können auch Einsätze abgearbeitet werden, die wegen ihrer Hitzeentwicklung oder Explosionsgefahr einen direkten Löschangriff mit Feuerwehrkräften nicht zulassen – zum Beispiel, wenn ein Tanklastzug oder ein Gastank brennt. Bis zu 70 Meter weit können Wasser und Schaumgemische gespritzt werden.

Für das Fahrzeug kommen auf die Gemeinde Kosten von mehr als 375 000 Euro zu. Geplante Auslieferung ist 2022.

Feuerwehrhaus erneuern

Nicht mehr zeitgemäß ist das Feuerwehrhaus in Osterscheps. Dort wurden wie in Edewecht (behoben durch Umbauten) und Friedrichsfehn (neues Feuerwehrhaus bekommen) durch die Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen erhebliche Mängel festgestellt. Die Feuerwehrleute dürfen sich seitdem nur noch umziehen, wenn die Fahrzeuge aus der Halle gefahren wurden, um der Gefahr einer Einquetschung zu umgehen. SPD-Vorsitzender Knut Bekaan bekräftige, dass die Politik schnell handeln wolle. Die Verwaltung ist beauftragt, Erweiterungsmöglichkeiten am jetzigen Standort sowie alternative Standorte für ein neues Feuerwehrhaus zu prüfen.

Einsatzleitwagen später

Verschoben wurde der Liefertermin für einen neuen Einsatzleitwagen (ELW). Das Fahrgestell konnte aufgrund der Kurzarbeit im Mercedes-Benz-Werk noch nicht ausgeliefert werden. Die Firma BOS aus Haren (Ems) rechne aber noch in diesem Jahr mit der Auslieferung. Die Kosten betragen 155 000 Euro.

Zudem bekommen die Feuerwehren in Edewecht 20 moderne Atemschutzgeräte (Kosten: 40 000 Euro), 49 handtragbare Digitalfunkgeräte (40 000 Euro), insgesamt 50 Feuerwehrhelme und einen leistungsstarken Notstromgenerator (62 000 Euro). Die Ortsfeuerwehr Jeddeloh II erhält darüber hinaus neue Rettungsgeräte (16 000 Euro).

Weitere Informationen

  • Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland
  • Datum: Mittwoch, 8. Juli 2020
  • Autor: Arne Jürgens
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