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Freitag, 3. April 2020 20:Apr

Enormer Motivationsschub für die Feuerwehr

Neue Fahrzeughalle: Uwe Hilgen (58) zeigt den neuen Mannschaftstransportwagen. Im Hintergrund findet die Abnahme der Abgasabsauganlage statt. Neue Fahrzeughalle: Uwe Hilgen (58) zeigt den neuen Mannschaftstransportwagen. Im Hintergrund findet die Abnahme der Abgasabsauganlage statt. Ingo Schmidt

Sie rümpeln ordentlich aus – bevor das neue Refugium am Jeddeloher Damm bezogen wird, soll überflüssiger Ballast aussortiert sein.

Friedrichsfehn Ein enormer Motivationsschub erfasst zurzeit die Friedrichsfehner Feuerwehr. „Viele, die in der Vergangenheit nicht so aktiv waren, bekunden ihr Interesse und bieten von sich aus Hilfe an“, sagt Uwe Hilgen. „Es herrscht eine tolle Kameradschaft.“ Zusammenfassend kann man konstatieren: Die neue Feuerwache, die seit Herbst 2018 gebaut wird, wirkt sich positiv auf die Moral der Kameradinnen und Kameraden aus.

Neue Möglichkeiten: Viele Wünsche erfüllt worden

Ein paar Einrichtungsgegenstände fehlen noch und auch die Elektrik ist noch nicht vollständig installiert, doch schon jetzt wird offensichtlich, dass die hellen und großen Räumlichkeiten völlig neue Möglichkeiten bieten. „Es ist kein Vergleich zu vorher“, sagt der Ortsbrandmeister von Friedrichsfehn und ergänzt: „Seitens der Kommune sind uns hier eine ganze Menge Wünsche erfüllt worden.“

Es gibt Alarmräume für Frauen und Männer, getrennte Sauber- und Schmutzbereiche, moderne Sanitärräume, einen eigenen Bereich für die Jugendfeuerwehr, einen riesigen Besprechungsraum mit Küche, mehr Platz für die Fahrzeuge, die nun nach Einsätzen bei schlechtem Wetter auch drinnen wieder einsatzfähig gemacht werden können, und vieles mehr.

Eine der zentralen Neuerungen heißt „Divera 24/7“. Dabei handelt es sich um ein digitales Einsatz- und Verfügbarkeitssystem, das die Logistik im Einsatzfall deutlich vereinfacht. Und das funktioniert so: In der Fahrzeughalle und den Alarmräumen gibt es je zwei Monitore, auf denen angezeigt wird, wer zum Einsatz kommt. Wer alarmiert wird, kann über eine Handy-App Angaben darüber machen, ob er es zum Einsatz schafft, wie viel Zeit er benötigt und auf welcher Route die Anfahrt erfolgt. So kann der Einsatzleiter bereits im Vorfeld wichtige Entscheidungen treffen.

Außenanlagen sind zeitlich in Verzug geraten

Bis aber die ersten Einsätze von der neuen Wache aus gefahren werden können, dauert es noch ein wenig. Vor allem die Außenanlagen sind zeitlich in Verzug geraten, und das nicht nur wegen des Corona-Virus. „Alles verschiebt sich etwas, vor allem wegen der enormen Wetterlage in den vergangenen Wochen“, erklärt Uwe Hilgen. „Eigentlich hätten die Arbeiten schon vor vier Wochen weitergehen sollen, aber da stand hier noch das blanke Wasser vor dem Gebäude.“ Geschätzte drei Wochen werde es noch dauern, bis das Außenareal so weit hergestellt ist, dass man einsatzfähig sei.

Denn: „Für uns ist relevant, dass die Parkplätze fertig werden“, erklärt der 58-Jährige. Es sind die Stellflächen, die die Feuerwehrleute für ihre Autos benötigen, wenn sie zum Einsatz kommen. „Die Pflasterung fehlt noch.“ Eigentlich hätten die offizielle Einweihung der Feuerwache und die Übergabe eines nagelneuen Mannschaftstransportwagens (MTW) im Mai Hand in Hand über die Bühne gehen sollen. Daraus wird aus bekannten Gründen natürlich nichts.

Das Corona-Virus wirkt sich aber nicht nur auf die Arbeiten an der Anlage und die Einweihung aus, sondern auch auf die Arbeit der Feuerwehr im Allgemeinen. „Die Lage hat sich verschärft und wir haben, um handlungsfähig zu bleiben, die Mannschaft in zwei Gruppen eingeteilt“, sagt Hilgen. 42 aktive Feuerwehrleute gehören derzeit der Wehr an, hinzu kommen 15 Mitglieder der Jugendfeuerwehr.

Jugendfeuerwehr hat eigene Räumlichkeiten

Und auch die hat fortan ihr eigenes Reich im Dachgeschoss – mit separaten Sanitäranlagen und einem ziemlich großen Raum, der in Eigenregie von der Feuerwehr ausgestattet wird. „Die Heizungsanlage ist etwas anders installiert worden, weshalb da oben jetzt ziemlich viel Platz ist“, sagt Hilgen. Denkbar seien etwa ein Kickertisch oder Sonstiges. „Wir freuen uns riesig.“ Nach und nach kann die Feuerwehr nun umziehen – ohne alten Ballast aus der alten Wache natürlich.

Weitere Informationen

  • Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland
  • Datum: Freitag, 3. April 2020
  • Autor: Ingo Schmidt
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