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Donnerstag, 2. April 2020 20:Apr

Kreative und digitale Lösung für Kontaktverbot gefunden

Prüft die Geräte am Wagen: Die Feuerwehr Wiefelstede hält sich einsatzbereit. Prüft die Geräte am Wagen: Die Feuerwehr Wiefelstede hält sich einsatzbereit. Heiko Pold/Feuerwehr Wiefelstede

Auch in Zeiten der Corona-Krise hält die Feuerwehr Wiefelstede sich und ihre Ausrüstung einsatzbereit. Dabei setzt man auch auf digitale Kanäle.

Wiefelstede Die gute Nachricht vorweg: Die Feuerwehr Wiefelstede ist auch in Zeiten der Corona-Pandemie voll einsatzbereit. Das betont der Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Wiefelstede, Heiko Pold. „Auch wenn derzeit die wöchentlichen Feuerwehrdienste, Übungen, Ausbildungen und Besprechungen durch das Kontaktverbot nicht stattfinden, sind die Einsatzkräfte der gesamten Wiefelsteder Freiwilligen Feuerwehr bestens für Einsätze vorbereitet“, sagt Pold.

 

Doch wie bereitet man sich in diesen Tagen auf einen Einsatz vor? „Zunächst sind wir in der Ausbildung, die wir bisher genossen haben, sehr gut aufgestellt“, so Pold. Darüber hinaus habe die Freiwillige Feuerwehr bis zur Kontaktsperre jede Woche Dienst gehabt. Mit Inkrafttreten der Kontaktsperre ist dieser Dienst nun jedoch weggefallen. Die Feuerwehr Wiefelstede hat dafür jedoch eine kreative Lösung gefunden. Die Kameraden nutzen nun eine Online-Video-Konferenz für ihren theoretischen Unterricht. So habe man am Montagabend mit 19 Personen einen Theoriekurs durchführen können, berichtet Pold und merkt an: „Das technische Wissen wird so aufgefrischt.“ Zudem würden wichtige Informationen über Telefon und Messenger besprochen.

Allerdings gilt es, nicht nur das technische Wissen der Kameraden auf dem neuesten Stand zu halten. Überdies müssen auch die Einsatzfahrzeuge einsatzbereit gehalten werden. „Wir haben in Wiefelstede fünf Fahrzeuge, pro Fahrzeug sind ein Gruppenführer und ein Stellvertreter zugeteilt, die für das Fahrzeug verantwortlich sind. Diese tragen etwa dafür Sorge, dass die Fahrzeuge regelmäßig bewegt werden.

Zu guter Letzt müssen auch die Feuerwehrleute selbst physisch fit sein. Doch da hat Pold keine Sorge. Er selbst fahre viel mit dem Rad, viele seiner Kameraden hätten körperlich anspruchsvolle Jobs und würden so fit bleiben.

Und wie sieht es aus, wenn es zu einem Einsatz kommt? Müssen aufgrund der aktuellen Situation um die Corona-Pandemie besondere Verhaltensregeln befolgt werden? „Wenn es zum Einsatz kommen sollte, werden nicht alle Fahrzeuge besetzt, sondern es wird geschaut, welche Personen in Frage kommen“, sagt Pold. Sollte es beispielsweise zu einem Mülltonnenbrand kommen, sei es nicht nötig, alle Kameraden zu aktivieren. Bei einem größeren Einsatz sollen zudem die Einsatzfahrzeuge nicht voll besetzt werden, „damit der Kontakt so wenig wie möglich gegeben ist“, wie Pold erläutert. „Wir würden dann eher Leute mit dem Mannschaftstransportfahrzeug nachfahren.“

Auch wenn die aktuelle Lage den üblichen Dienst nicht gestatte, „alle sechs Wehren der Gemeinde Wiefelstede sind im Hintergrund aktiv. Wenn es nötig sein sollte, können wir der Bevölkerung den bestmöglichen Schutz bieten“, weiß Pold.

Weitere Informationen

  • Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland
  • Datum: Donnerstag, 2. April 2020
  • Autor: Daniel Schumann