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Montag, 20. Januar 2020 17:Jan

Scharfe Granate gefunden – mehrere Häuser evakuiert

Nach der Sprengung: Einen Krater hat die Detonation im Wald bei Scheps hinterlassen. Nach der Sprengung: Einen Krater hat die Detonation im Wald bei Scheps hinterlassen. 261News

Zwei junge Männer mit Metalldetektoren haben in Scheps eine alte Kriegsgranate aufgespürt. Das Relikt war noch scharf und enthielt Sprengstoff.

Scheps Eine 40 Zentimeter lange und etwa 15 Zentimeter dicke Granate aus dem Krieg ist am Samstagabend kurz vor Sonnenuntergang in einem Waldstück nahe der Straße „Jenseits der Aue“ in Scheps gefunden worden. Zwei Hobby-Sucher mit Metalldetektoren waren in rund 25 Zentimetern Tiefe auf den Gegenstand gestoßen und hatten umgehend die Polizei informiert. Später teilte die Polizei mit, dass es sich um eine panzerbrechende, raketenbetriebene Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg handelte.

 

Evakuierung im Radius von 500 Metern

Hinrich Bischoff, Gemeindebrandmeister aus Edewecht, erklärt: „Die Polizei hat daraufhin den Kampfmittelräumdienst informiert, der rausgefahren ist und die Stelle abgesichert hat. Vorm Dunkelwerden konnte eine Entschärfung des Sprengkörpers aber nicht mehr stattfinden.“ Die erfolgte dann am Sonntagmittag. Die Feuerwehren aus Osterscheps und Edewecht wurden vom Ordnungsamt der Gemeinde zu Sicherungsmaßnahmen hinzugezogen.

Zunächst musste der Gegenstand, von dem Hinrich Bischoff zunächst nicht genau wusste, ob es sich um eine alte Panzergranate oder etwas anderes handelte, um 20 Meter verlegt werden. „Dort wurde die Granate unter dem Wurzelteller eines umgestürzten Baums vergraben, nachdem sie mit einer Sprengladung versehen worden war“, erklärt der Feuerwehrmann. Schließlich sei noch ein großer, mit 10.000 Litern Wasser gefüllter Sack obenauf gelegt worden, um die Sprengung abzudämpfen.

Im Radius von 500 Metern um den Sprengort mussten sämtliche Gebäude evakuiert werden. Insgesamt zwölf Häuser waren betroffen. „Den Leuten wurde gesagt, dass sie mal für eine Dreiviertelstunde was anderes machen sollen“, erzählt Hinrich weiter. Sie seien also in ihre Autos gestiegen und weggefahren.

Sprengung der Granate mit ungeheurer Kraft

Das Gebiet, in dem der Sprengkörper gefunden wurde, ist ziemlich dünn besiedelt. „Gott sei Dank“, sagt Bischoff. Denn die Sprengung entwickelte schließlich eine ungeheure Kraft. „Der Baumteller, unter dem der Sprengsatz lag, hatte einen Durchmesser von zweieinhalb Metern“, beschreibt der Feuerwehrchef, „und der wurde komplett um etwa zwei Meter zur Seite gedrückt“. Nach insgesamt rund drei Stunden und einem gewaltigen Rumms war die Entschärfungsaktion erfolgreich beendet und die Anwohner konnten zurück in ihre Häuser.

Dass die gefundene Granate das letzte Kriegsrelikt in dem Areal ist, daran glaubt Hinrich Bischoff nicht. „Ich habe von älteren Anwohnern schon mal gehört, dass da wohl noch einiges liegen soll.“

Weitere Informationen

  • Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland
  • Datum: Montag, 20. Januar 2020
  • Autor: Ingo Schmidt
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