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Donnerstag, 27. Juni 2019

Ein Einsatz der anderen Art

Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland vom Donnerstag, 27. Juni 2019, Autor: Doris Grove-Mittwede
Eine Saugleitung kuppeln: Das ist eine der Aufgaben beim Leistungsvergleich der Feuerwehren. Eine Saugleitung kuppeln: Das ist eine der Aufgaben beim Leistungsvergleich der Feuerwehren. Bild: privat

Sie haben neue Aufgaben zu erledigen. Was die Feuerwehrleute zu tun haben, kann man Sonntag in Jeddeloh II verfolgen.

Jeddeloh Ii „Wasser marsch!“ heißt die Devise an diesem Wochenende in Jeddeloh II. Fünf Feuerwehren aus dem Kreisgebiet wollen dieser Aufforderung Folge leisten, denn sie werden diesen Sonntag, 30. Juni, zu einem besonderen Einsatz gerufen.

„Wir veranstalten im Ammerland erstmals einen Leistungsvergleich von Feuerwehren, und zwar nach den neuen Richtlinien“, sagt Heiko Kruse, stellvertretender Ortsbrandmeister in Jeddeloh II und Sprecher der Ammerländer Wettbewerbsrichter. Dabei seien neben den Gastgebern von der Freiwilligen Feuerwehr Jeddeloh II auch die Wehren Ipwege-Wahnbek, Friedrichsfehn, Mollberg und Metjendorf.

 

Stattfinden wird dieser Leistungsvergleich auf dem Parkplatz hinter der Gaststätte Zum Goldenen Anker. Die Veranstaltung beginnt um 13 Uhr, die Wettbewerbe finden ab 14 Uhr statt.

Drei Aufgaben haben die Wehren am Sonntag zu erfüllen: Die Feuerwehrleute müssen eine Saugleitung kuppeln, einen Löschangriff präsentieren und eine Maschinistenprüfung absolvieren. Bei letzterer geht es darum, dass Maschinisten (das sind die Fahrzeugführer von Feuerwehrwagen) ihr besonderes fahrtechnisches Können beweisen. Das ist im Alltag bei Einsätzen beispielsweise beim Durchfahren von Baustellen oder engen Wohnstraßen in Siedlungen gefordert.

„Es wurde einfach Zeit, dass die alten Anforderungen der Leistungswettbewerbe für die Feuerwehren überarbeitet wurden“, sagt Heiko Kruse und freut sich über die neuen niedersachsenweit geltenden Richtlinien. Denn die Vorbereitung auf Leistungswettbewerbe habe in der Vergangenheit immens viel Zeit gekostet Weil Feuerwehrleute jedoch nicht nur Einsätze zu absolvieren hätten, sondern Übungen, Dienstabende, Fortbildungen und vieles mehr, sei landesweit das Interesse an solchen Leistungswettbewerben immer geringer geworden. Das sei auch im Ammerland der Fall gewesen. Deshalb seien für ganz Niedersachsen neue Anforderungen erarbeitet worden, die im Oktober 2018 in Jeddeloh II in Theorie und Praxis vorgestellt wurden. Fachwissen und feuerwehrtechnisches Wissen seien nach wie vor gefragt.

„Doch die Vorbereitungen sind nicht mehr so intensiv. Früher musste die Gruppen bei Leistungswettbewerben immer aus denselben neun Mitgliedern bestehen, die alle Aufgaben gleich gut und perfekt zu absolvieren hatten. Wenn einer fehlte, konnte man nicht trainieren. Und trainiert werden musste häufig, durchaus mehrere Dutzend Male“, so Kruse.

Jetzt gehören zwar weiterhin neun Feuerwehrleute zu einer Gruppe, doch insgesamt sind zwölf nominiert. Auch der Fehlerkatalog wurde abgeschafft, nun kommt es darauf an, die Aufgabe in einer entsprechenden Zeit nach Dienstvorschrift zu erledigen. Außerdem orientieren sich die Aufgaben des neuen Leistungsvergleichs mehr am Dienstalltag der Feuerwehrleute. Eine oder mehrere Mannschaften des Wettstreits in Jeddeloh II können sich übrigens auch für den nächsten Wettbewerb auf Bezirksebene qualifizieren.

„Wenn die Veranstaltung am Sonntag gut läuft, werden bei einem erneuten Leistungsvergleich bestimmt mehr Wehren teilnehmen“, ist sich Heiko Kruse sicher. Vertreter aus Feuerwehren werden am Sonntag auch als Zuschauer erwartet. Herzlich willkommen sind jedoch auch alle anderen Interessierten, die sich mit der Feuerwehr verbunden fühlen.

Ab 17 Uhr ist ein gemütlicher Ausklang geplant. Auch für das leibliche Wohl ist am Sonntag natürlich gesorgt. Getränke, Kuchen, Pommes und Bratwurst werden angeboten

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