Anmelden

Einloggen

Username *
Password *
an mich erinnern
Mittwoch, 8. Mai 2019

In Gummistiefeln früher die Brände gelöscht

Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland vom Mittwoch, 8. Mai 2019, Autor: Erhard Drobinski
Ehrung bei der Feuerwehr Nordloh-Tange: Bürgermeister Huber (v.l.), der stellvertretende Ortsbrandmeister Ralf Hasselder, Kreisbrandmeister Andree Hoffbuhr, Ortsbrandmeister Manfred Delger, Jubilar Enno Hasselder und Gemeindebrandmeister Hartmut Bollen. Ehrung bei der Feuerwehr Nordloh-Tange: Bürgermeister Huber (v.l.), der stellvertretende Ortsbrandmeister Ralf Hasselder, Kreisbrandmeister Andree Hoffbuhr, Ortsbrandmeister Manfred Delger, Jubilar Enno Hasselder und Gemeindebrandmeister Hartmut Bollen. Bild: Erhard Drobinski

Tange Seiner Zeit voraus war Enno Hasselder, Ehren-Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Nordloh-Tange. Er war der erste ausgebildete Atemschutzgeräteträger, der 1982 die entsprechende Prüfung ablegte. Atemschutzgeräte wurden erst aber Anfang der 90er Jahre angeschafft.

Diese und andere Begebenheiten aus der Dienstzeit des 70-Jährigen waren Thema im Feuerwehrgerätehaus in Tange. Dorthin hatte Ortsbrandmeister (OBM) Manfred Delger eingeladen, um mit den Feuerwehrkameraden die 50-jährige Mitgliedschaft von Enno Hasselder zu feiern.

 

In vielen Feuerwehren im Ammerland hat die Mitgliedschaft in einer Freiwilligen Feuerwehr Familientradition. Das gilt auch für den Jubilar. Sein Vater war bereits in der Wehr. Auch zwei seiner Söhne sind aktiv dabei, wobei Ralf Hasselder stellvertretender Ortsbrandmeister ist.

Offiziell zum 1. Mai 1969 trat Enno Hasselder („Eigentlich waren es einige Tage früher.“) der Feuerwehr als Mitglied bei. Am 9. Januar 1981 übernahm er den Posten des Ortsbrandmeisters und übte diese Funktion 24 Jahre und 33 Tage aus. „Fast die Hälfte seiner Dienstzeit war er in der entsprechenden Verantwortung. Das ist Ausdruck einer Kontinuität, die auch bei den Mitgliedern der Wehr vertrauen schafft“, lobte Bürgermeister Matthias Huber.

Früher lief vieles unbürokratischer ab, wie der Jubilar sagte. Die persönliche Schutzausrüstung und die Technik waren völlig anders. „Wir sind in Gummistiefel zum Brandort gekommen. Immerhin waren manche Stiefel schon im Zehenbereich verstärkt“, erinnerte er sich. Auch die Tanklöschfahrzeuge waren damals doch etwas kleiner. „Früher transportierte solch’ ein Auto 500 Liter Wasser, heute fasst ein Tank 2000 Liter und mehr“, so Gemeindebrandmeister Hartmut Bollen.

Ein besonderes Anliegen von Enno Hasselder war der Besuch von Fortbildungen und Lehrgängen nicht nur für sich, sondern auch für die Feuerwehrkameraden. Das mag damit zusammenhängen, dass er nach seinem Eintritt in die Feuerwehr erst neun Jahre später den Grundlehrgang besuchen konnte. „In den ersten Jahren haben mir die Kameraden vor Ort geholfen und mir vieles beigebracht.“ Später bildete er sich in Lehrgängen weiter. Dabei kam es vor, dass er zwei davon in einem Zeitraum von wenigen Wochen besuchte, obwohl eigentlich jeder nur einen im Jahr zu besuchen hatte.

Für seine Kameraden ist Enno Hasselder, der heute in der Altersabteilung aktiv mitwirkt, ein gern gesuchter Gesprächspartner, der viel Erfahrung und Wissen vermitteln kann. Dass jemand insgesamt vier Amtszeiten von je sechs Jahren als Ortsbrandmeister absolviere, sei selten, merkte Kreisbrandmeister (KBM) Andree Hoffbuhr an und nannte einen weiteren Aspekt aus dem Leben des engagierten Feuerwehrmannes.

Nach oben
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok