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Samstag, 24. November 2018

Dramatisches Ende einer Tupper-Party in Apen

Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland vom Freitag, 23. November 2018
Mit mehreren Rettungswagen waren die Einsatzkräfte in Apen vor Ort. Mit mehreren Rettungswagen waren die Einsatzkräfte in Apen vor Ort. Bild: 261news/Andre van Elten

Weil es in der heimischen Garage zu kalt wurde, stellte man kurzerhand einen Heizpilz auf. Doch der funktionierte augenscheinlich nicht richtig.

Apen Dass ihre Tupperparty so enden würde, hätten 16 Frauen aus der Gemeinde Apen (Landkreis Ammerland) niemals gedacht: Elf von ihnen landeten am Donnerstagabend mit Verdacht auf eine Kohlenmonoxid-Vergiftung im Krankenhaus.

 

In einer Garage eines Einfamilienhauses in Augustfehn II hatten sich die Frauen zu einer Verkaufsveranstaltung des Küchen- und Haushaltswarenherstellers getroffen. Da es in dem ungeheizten Raum sehr kalt war, wurde ein Gasheizstrahler eingesetzt. Das hatte fatale Folgen: Durch den Einsatz des Heizpilzes in der Garage entstand nach Angaben der Polizei offensichtlich ein erhöhter Kohlenmonoxidgehalt. Nach kurzer Zeit klagten Frauen über Kopfschmerzen und Übelkeit.

Der Rettungsdienst, der verständigt wurde, löste Großalarm aus. Viele Rettungswagen fuhren nach Augustfehn II, die Feuerwehr Apen rückte an. Als die Einsatzkräfte eintrafen, war die Garage bereits gelüftet worden. Die Feuerwehr konnte keine erhöhten Kohlenmonoxidwerte mehr feststellen.

Nach der Untersuchung wurden elf Frauen in Krankenhäuser gebracht. Bei einigen wurden leicht erhöhte Werte im Blut festgestellt, die aber zu keinem Zeitpunkt lebensbedrohlich gewesen seien, so die Polizei. Am Freitag konnten die Frauen die Krankenhäuser wieder verlassen. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Die Feuerwehr weist darauf hin, das Heizpilze nur im Freien eingesetzt werden dürfen. Weil sie viel Sauerstoff verbrauchten, würden Kohlenmonoxidwerte steigen. Dieses Gas sei geruchs- und geschmacklos, Vergiftungen könnten tödlich enden.

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