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Montag, 30. April 2018

Feuerwehr braucht mehr Platz

Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland vom Mittwoch, 25. April 2018, Autor: Frank Jacob
Das Feuerwehrhaus in Rastede: Bereits seit einigen Jahren klagt die Einheit über Platzprobleme. Vor allem die Parkplätze hinter dem Gebäude reichen nicht aus, daher wird oft auf dem Roggenmoorweg geparkt. Das Feuerwehrhaus in Rastede: Bereits seit einigen Jahren klagt die Einheit über Platzprobleme. Vor allem die Parkplätze hinter dem Gebäude reichen nicht aus, daher wird oft auf dem Roggenmoorweg geparkt. Bild: Frank Jacob

Die Einheit Rastede braucht mehr Parkplätze, doch hinter dem Feuerwehrhaus soll ein Wohngebiet entstehen. Jetzt wurde eine zusätzliche Sitzung des Feuerschutzausschusses angesetzt.

Rastede Das Bauhofgelände nördlich der Kleibroker Straße in Rastede soll zum Wohnbaugebiet werden. Rund 30 Grundstücke sollen dort entstehen, frühestens ab 2021 könnte gebaut werden. Die Politik hat in der vergangenen Woche bereits einem städtebaulichen Konzept zugestimmt. Und dabei kam ein wichtiger Hinweis auf, der bislang noch nicht berücksichtigt worden ist.

 

„Die Freiwillige Feuerwehr Rastede wächst auch“, machte Erich Bischoff (CDU) deutlich, dass die Einheit bereits heute räumlich am Limit ist. Wer mit den Örtlichkeiten vertraut ist, der weiß, warum man der Entwicklung der Feuerwehr im Zusammenhang mit dem geplanten Baugebiet Beachtung schenken sollte.

Das Feuerwehrgerätehaus befindet sich an der Kleibroker Straße, gleich an der Ecke Roggenmoorweg. Über diesen Weg ist der Parkplatz hinter dem Feuerwehrhaus zu erreichen. Später soll über den Roggenmoorweg die Zufahrt in das geplante Baugebiet erfolgen.

Das Problem: „Die 25 Parkplätze hinter dem Feuerwehrhaus reichen nicht aus, die Kameraden müssen schon auf dem Roggenmoorweg parken“, schilderte Bischoff die Situation kürzlich im Bauausschuss und meinte: „Das ist ein Ding der Unmöglichkeit.“

Bischoff weiß, wovon er spricht. Als Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Ipwege-Wahnbek ist er mit den Abläufen bei den Feuerwehren vertraut. 39 Sitzplätze für Funktionsträger gebe es auf den Fahrzeugen der Einheit Rastede, aber eben nur 25 Parkplätze.

„Wir müssen etwas Platz vom Baugebiet abgeben, damit wir bei der Feuerwehr vernünftig planen können“, forderte der Christdemokrat im Bauausschuss, dass in die weiteren Planungen unbedingt Optionen für eine Erweiterung und die Schaffung zusätzlicher Pkw-Stellplätze einfließen müssten.

Christian Ammermann, Ortsbrandmeister der Einheit Rastede, bestätigt die schwierige Parksituation und macht deutlich, dass die Parkplatzprobleme nicht nur bei Einsätzen aufkommen. „Bei unserem letzten Dienst waren 38 Leute, da musste auch auf dem Roggenmoorweg geparkt werden“, berichtet er. Sehr positiv stelle sich zudem die Zahl der aktiven Kameraden in der Einsatzabteilung dar, der aktuell 62 Personen angehören, sagt Ammermann.

Die Gemeindeverwaltung hat nun eine zusätzliche Sitzung des Feuerschutzausschusses vorgesehen, die am 11. Juni stattfinden soll. Dort soll es unter anderem auch um die räumliche Situation der Einheit Rastede gehen, kündigt Gemeindesprecher Ralf Kobbe an.

Dass es beim Feuerwehrhaus in Rastede Platzprobleme gibt, ist schon länger bekannt. Bereits 2014 waren Politik und Verwaltung darüber informiert worden. Im Mai 2015 hatte Ammermann dann bei der Gemeindeverwaltung einen Antrag auf Erweiterung des 1996/1997 gebauten Feuerwehrhauses gestellt.

Im Alarmraum war schon damals nicht genügend Platz, um allen Kameraden einen Spind vorhalten zu können, schilderte der Ortsbrandmeister 2015 in dem Schreiben an die Verwaltung. Ein Lagerraum sei deshalb zum Alarmraum für die weiblichen Einsatzkräfte umfunktioniert worden. Dadurch habe sich jedoch das Problem der Lagerkapazitäten verschärft. Hinzu kam, dass die Situation in der Fahrzeughalle sehr beengt sei.

Die Einheit hatte seinerzeit vorgeschlagen, den Waschplatz am Gerätehaus zu verschließen und mit einem Rolltor zu versehen. Die politischen Gremien stimmten dem am Ende zu, so dass ein zusätzlicher Fahrzeugstellplatz geschaffen werden konnte.

Zu lösen sein wird aber nicht nur die Situation der Feuerwehr. Wie Tabea Triebe aus dem Bauamt der Gemeinde kürzlich bei der Beratung im Bauausschuss sagte, müsse wohl auch für den Recyclinghof ein neuer Standort gefunden werden. Bisher befindet sich dieser auf einer kleinen Fläche zwischen Feuerwehr und Bauhof.

Was auf dem Bauhofgelände geplant ist

Die Umsiedlung der Firma Bohmann ins Industriegebiet am Autobahnkreuz Oldenburg-Nord ermöglicht eine Neuordnung an der Kleibroker Straße. Der Bauhof soll seinen Betriebshof am Roggenmoorweg aufgeben und in die freiwerdenden Betriebshallen der Firma Bohmann ziehen. In der Folge sollen der rückwärtige Teil des Bohmann-Geländes und das Bauhofgelände als Wohnbaugebiet ausgewiesen werden.

Das Plangebiet umfasst rund 2,8 Hektar. 30 Grundstücke mit einer durchschnittlichen Größe von etwa 700 Quadratmetern sollen entstehen. Auf zwei Grundstücken könnten Mehrfamilienhäuser entstehen, die übrigen sind für Einfamilien- und Doppelhäuser ausgelegt. Das Gebiet soll mit einer ringförmig geführten Straße erschlossen werden.

Da zunächst die Firma Bohmann und der Bauhof umgesiedelt werden müssen, kann wohl frühestens ab 2021 auf dem Gelände gebaut werden.

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