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Samstag, 17. März 2018

Mit 90 nicht in der Altersabteilung

Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland vom Samstag, 17. März 2018, Autor: Christian Korte
Seit 1985 das Domizil der Feuerwehr: Das Haus an der Mittellinie 47. Derzeit wird es erweitert. Seit 1985 das Domizil der Feuerwehr: Das Haus an der Mittellinie 47. Derzeit wird es erweitert. Bild: Feuerwehr Petersfehn

Die „Fire-Night“ soll am 14. April im Landgasthof Bischoff stattfinden. Karten dafür gibt es ab dem 27. März im Feuerwehrhaus.

Petersfehn Würde man bei Freiwilligen Feuerwehren die gleichen Altersgrenzen anlegen wie bei ihren Mitgliedern – die Freiwillige Feuerwehr Petersfehn würde längst in die Altersabteilung gehören: Vor 90 Jahren, im Jahr 1928, wurde sie gegründet. Zum Glück gehört die Petersfehner Einheit aber nicht annähernd zum „Alten Eisen“. Ganz im Gegenteil: Mit 42 aktiven Mitgliedern ist sie eine schlagkräftige Truppe, die ihre Fähigkeiten immer wieder unter Beweis stellt. Und auch die Ausrüstung ist – für Feuerwehrverhältnisse – geradezu taufrisch. Die beiden Fahrzeuge mit der Bezeichnung HLF 10/16 und TLF 3000 stammen aus den Jahren 2010 und 2013. Gerade wird außerdem das Feuerwehrhaus erweitert, um allen Anforderungen der kommenden Jahre gewachsen zu sein.

Zwar sind 90 Jahre kein wirkliches Jubiläum, aber immerhin ein runder Geburtstag, und der will gefeiert werden. Das tut die Freiwillige Feuerwehr Petersfehn auch – und zwar ebenfalls in einem ziemlich jungen Format. Kein klassischer und förmlicher Ball soll es sein, hat die Mannschaft um Ortsbrandmeister Heiko Rippen beschlossen, sondern eine Party. Unter dem Stichwort „Fire-Night“ lädt die Wehr am Samstag, 14. April, in den Landgasthof Bischoff an der Woldlinie ein.

Ab 20.30 Uhr wollen die Feuerwehrleute hier am besten mit dem ganzen Ort feiern. Für Musik sorgt an diesem Abend die „Südmoslesfehner Plattenkiste“. Karten dafür gibt es demnächst im Feuerwehrhaus an der Mittellinie 47: Ab Dienstag, 27. März, immer dienstags und freitags, von 19 bis 21 Uhr halten die Feuerwehrleute die Karten dort zum Preis von sieben Euro bereit. Einlass ist ab 18 Jahren.

Für und mit dem Ort zu feiern gehört schon immer dazu bei der Feuerwehr, auch wenn die Freiwilligen dafür schuften müssen. So war das zum Beispiel 2003, in dem Jahr, in dem die Wehr auch ihr 75-jähriges Bestehen feierte. Besonders in Erinnerung geblieben ist Heiko Rippen aus diesem Jahr aber das Osterfeuer. Denn das hatte jemand einen Tag zu früh angezündet. „Ich konnte das Feuer von meinem Haus aus sehen“, erinnert er sich. Sollte die Wehr löschen? „Wir haben entschieden, es abbrennen zu lassen“, sagt Rippen. Auf keinen Fall wollte die Wehr aber sich und dem Ort die Freude am Osterfeuer verderben lassen. „Über das Radio haben wir um neues Strauchwerk für das Feuer gebeten“, erinnert sich Rippen. „Den ganzen Tag sind wir hin und her gefahren und am Ende war das Feuer doppelt so groß wie am Tag davor“.

Bei aller Begeisterung für das Feiern – Hauptaufgabe der Wehr bleibt der Schutz der Menschen in Petersfehn bei Feuer und anderen Unglücken. Das geht nur, wenn auch in Zukunft genug junge Leute nachrücken. Neben dem Arbeitskreis, der sich um die Feier kümmert, hat die Wehr deshalb einen weiteren Arbeitskreis, der neue Wege der Mitgliederwerbung ausprobieren will – damit es auch in zehn Jahren, zum nächsten großen Jubiläum Grund zum Feiern gibt.

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