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Donnerstag, 1. Februar 2018

Feuerwehrleute üben in verrauchtem Gebäude

Quelle: Nordwest-Zeitung, Ammerland vom Donnerstag, 1. Februar 2018, Autor: Doris Grove-Mittwede
Menschenleben aus einem verrauchten Gebäude retten: Das war die Hauptaufgabe der Übung. Menschenleben aus einem verrauchten Gebäude retten: Das war die Hauptaufgabe der Übung. Bild: Erhard Drobinski

Edewecht Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Edewecht: Um 18:30 Uhr heulten am Dienstag die Sirenen. Mehr als 30 Einsatzkräfte fuhren zu einem Brand, der im Einfamilienhaus an der Straße „Im Vieh“ entstanden war. Fünf Personen, darunter ein Kind und ein Baby, waren eingeschlossen.

Um in die völlig verqualmten Räume gelangen zu können, wurden die Atemschutzträger eingesetzt. Durch die Haustür, einer Nebentür und sogar durch ein Obergeschossfenster verschafften sich die Feuerwehrleute Zutritt zu dem Haus. Dank einer umsichtigen Vorgehensweise konnten die Menschen gerettet werden.

Was auf dem ersten Blick wie ein richtiger Einsatz aussah, entpuppte sich schnell als Übung. „Wir haben Glück mit der Immobilie gehabt, die in den nächsten Tagen abgerissen werden soll“, erklärte Dirk Gerdes-Röben, Zugführer der Edewechter Einheit. „Dazu ist das Haus noch voll möbliert, so dass wir unter sehr realistischen Bedingungen üben konnten.“

Die Feuerwehrkameraden, über die Großleitstelle in Oldenburg alarmiert, hatten die Lage schnell unter Kontrolle. Die Menschen wurden zügig gerettet und der Brand schnell unter Kontrolle gebracht. Es dauerte knapp 30 Minuten, die gestellten Aufgaben zu lösen.

Besonders zufrieden war Gerdes-Röben mit den Leistungen der Atemschutzgeräteträger. „Sie zeigten sich sicher bei ihrem Vorgehen und hatten auch die kniffligen Situationen wie den Einstieg durch das Oberfenster bestens gelöst.“ Obwohl die Dynamik etwas nachlasse, wenn erkannt werde, dass es „nur“ eine Übung sei, hätten die Feuerwehrleute doch alle zügig gearbeitet. „Die Motivation hat gestimmt“, betonte der Zugführer.

Die Idee zu dieser Feuerwehrübung hatten Dirk Gerdes-Röben und Udo Tönjes-Deye. Lichteffekte und eine Nebelmaschine sorgten dafür, dass es in dem dunklen Haus wie bei einem Brand aussah. „Bei Einsätzen wie diesen, bei dem es vor allem um die Menschenrettung in einem verrauchten Gebäude ging, sind Feuerwehrkameraden in einem gewissen Grad gestresst“, erklärte Gerdes-Röben. „Wenn die Personen gerettet sind, gehen andere Arbeiten leichter von der Hand.“

Auch Gemeindebrandmeister Hinrich Bischoff, der sich die Übung anschaute, war mit den Leistungen sehr zufrieden. „Natürlich klappt nicht immer alles richtig, aber dafür gibt es diese Übungen ja.“ Nach dem Einsatz fuhren die Kameraden in den fünf Wagen der Freiwilligen Feuerwehr Edewecht, die alle zum Einsatz kamen, zurück zum Feuerwehrhaus, um den Einsatz zu besprechen.

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